Nach 553 Tagen des Leidens: Italien feiert Ferrari

Der 1. Ferrari-Sieg in der Formel 1 nach eineinhalb Jahren hat in den italienischen Medien für Begeisterungsstürme gesorgt. Schon wird vom WM-Titel geträumt.

Ferrari und Siegfahrer Sebastian Vettel genossen nach dem GP Australien zwar den Sieg ohne aber zu überborden. «Nur eine kleine Feier» sei angemessen, meinte der Deutsche.

Umso grösser die Lettern, welche die italienische Presse herauszog:

  • Corriere della Sera: «Das Unglaubliche ist wirklich geschehen. Ferrari siegt, Vettel ist der Autor eines sportlichen Wunders.»
  • Auf der Titelseite der rosafarbenen Gazetta dello Sport dominierte die ferrari-rote Farbe. Die Zeitung titelte (wie bei Kimi Räikkönens WM-Titel 2007): «Ich sehe rot».

Die Bedeutung der Formel 1 im Ferrari-Heimatland zeigt sich daran, dass selbst der Ministerpräsident gratulierte.

Einige wollen bereits mehr:

  • Tuttosport: «Für Ferrari geht eine Durststrecke zu Ende, die wirklich zu lange dauerte. Maranello (...) kann jetzt mit besten Aussichten auf den WM-Titel hoffen.»
  • Corriere dello Sport: «Perfekte Strategie und Leistungen auf Spitzenniveau belohnen Ferrari. Einzige Enttäuschung ist der 4. Platz für Kimi Räikkönen.»

Die Saison 2017 könnte nach der radikalen Regelreform jedenfalls die spannendste seit Längerem werden. Bereits die Testfahrten, Trainings und das Qualifying haben gezeigt, dass Mercedes nicht mehr nach Belieben schalten und walten – und mit einer cleveren Strategie auch bezwungen werden kann.

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Vettel startet mit Sieg in die Saison

3:04 min, aus sportaktuell vom 26.3.2017

Sendebezug: SRF zwei, 26.3.17, sportlive, 15:45 Uhr