Rosberg gewinnt erstmals in Monaco

Nico Rosberg hat erstmals den Grand Prix von Monaco gewonnen und den 2. Sieg seiner Karriere eingefahren. Der Deutsche landete in seinem Wohnort Monte Carlo einen Start-Ziel-Sieg und trat damit in die Fussstapfen seines Vaters Keke.

Der Sieg in Monte Carlo war für Rosberg eine sehr emotionale Angelegenheit: «Es ist einfach unglaublich. Ich bin hier in Monaco aufgewachsen, hier zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes - es war gigantisch.»

Dass er beim Überqueren der Ziellinie 30 Jahre nach dem Sieg seines Vaters Keke auch Familiengeschichte schrieb, war ihm erst gar nicht bewusst. «Es ist etwas Besonderes, wenn ich jetzt darüber nachdenke. Als ich die Ziellinie überfahren habe, hatte ich das nicht im Kopf.»

Rosbergs perfektes Rennen

Der 27-Jährige war zu sehr mit seinem perfekten Rennen beschäftigt. Mit viel Ruhe und Cleverness verteidigte er seine Führungsposition auf dem engen Stadtrundkurs vom Start weg problemlos. Teamkollege Lewis Hamilton musste zwar die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Vorjahressieger Mark Webber vorbeiziehen lassen und der «Mercedes-Schild» wurde durchbrochen, dennoch verbrachte Rosberg, der 2012 in China seinen 1. GP-Sieg gefeiert hatte, einen eher geruhsamen Nachmittag an der Côte d'Azur.

Sein Landsmann Vettel baute mit dem 2. Platz seine Führung im WM-Gesamtklassement aus. Keine Punkte gab es hingegen für die Sauber-Piloten Nico Hülkenberg (11.) und Esteban Gutierrez (13.).

Räikkönen rettet Serie

Bitter für Hülkenberg, denn der Deutsche in Diensten von Sauber lag in der letzten Runde als 10. auf WM-Punkte-Kurs. Letztlich überholte ihn aber Kimi Räikkönen. Der Weltmeister von 2007 fuhr damit in Monaco zum 23. Mal in Serie bei einem GP in die WM-Punkte.

Massas Kopie-Crash

So unspektakulär wie Rosbergs Sieg vermuten lässt, war der 71. GP von Monaco nicht. Das Rennen prägten zwei spektakuläre Unfälle. In der 31. von 78 Runden knallte Ferrari-Pilot Felipe Massa wie schon im Qualifying bei Sainte Devote mit blockierten Rädern in die Leitplanke. Der Brasilianer konnte seinen Boliden selbständig verlassen, wurde aber zu weiteren Abklärungen in ein Spital überführt.

Maldonados Abflug - Strafe für Grosjean

Nach der ersten Safety-Car-Phase der Saison und 45 absolvierten Runden sorgte dann der Abflug von Pastor Maldonado für einen rund 30-minütigen Rennunterbruch. Der Williams-Pilot touchierte bei Bureaux de Tabac den Marussia von Max Chilton und raste ebenfalls in die Reifenstapel. Chilton wurde für das gefährliche Manöver mit einer Drive-Through-Strafe belegt, Maldonado blieb unverletzt.

Lotus-Fahrer Romain Grosjean löste mit einem Auffahrunfall im 63. Umlauf die 3. Neutralisierung aus. Auch dieser Unterbruch brachte Sieger Rosberg nicht aus dem Konzept, hatte aber für den mit französischer Lizenz fahrenden Genfer Konsequenzen: Er wird in 2 Wochen beim GP von Kanada in der Startaufstellung um 10 Plätze zurückversetzt.

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