Sauber droht Millionenklage

Dem Hinwiler Formel-1-Rennstall droht eine Millionenklage. Das Zürcher Obergericht hat Forderungen des ehemaligen Sauber-Piloten Adrian Sutil für rechtmässig erklärt.

Adrain Sutil mit Sonnebrille

Bildlegende: Darf weiterhin auf viel Geld hoffen Adrian Sutil fordert von Sauber ausstehende Lohnzahlungen ein. EQ Images

Adrian Sutil verlangt von seinem ehemaligen Arbeitgeber über 3,5 Millionen Franken. Der deutsche Rennfahrer sass bis Ende der Saison 2014 im Sauber-Cockpit. Ab der Saison 2015 wurde er trotz Vertrag nicht mehr weiter beschäftigt.

Saubers Vorwürfe gegen den 33-Jährigen:

  • Provozieren einer Strafe und Rückversetzung in Bahrain 2014. Sutil hatte damals Romain Grosjean abgedrängt.
  • Sutil habe durch eine Fehlmanipulation den Motor abgewürgt und weisungswidrig das Fahrzeug verlassen.
  • Der Deutsche habe mündlich ca. 40 Mio. Franken Sponsorengelder versprochen, diese Zusage aber nicht eingehalten.
  • Zudem habe Sutil den Rennstall an einer Pressekonferenz desavouiert.

Vor Gericht abgeblitzt

Diese Argumente fanden beim Zürcher Obergericht aber kein Gehör. Sauber muss eine Prozessentschädigung von 10'000 Franken an Sutil entrichten. Ob die Millionen-Zahlung fällig wird, ist weiterhin offen.