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Formel 1 Stäuble: «Sauber steht nicht alleine da»

Sauber steckt derzeit in sportlichen und finanziellen Schwierigkeiten. Doch wie schlimm steht es um den Schweizer Rennstall wirklich? SRF-Formel-1-Experte Michael Stäuble erklärt die Situation.

Monisha Kaltenborn muss Sauber wieder auf Kurs führen.
Legende: Quo vadis? Monisha Kaltenborn muss Sauber wieder auf Kurs bringen. EQ Images

«Sauber hat bestimmt schwere finanzielle Probleme», räumt Stäuble ein, fügt aber sogleich an: «Man ist damit nicht alleine. Es sind mehr als die Hälfte aller Teams betroffen.»

Es fehlen die Sponsoren

Das grösste Problem bei Sauber sind die mangelnden Sponsoren. Stäuble zeigt sich enttäuscht darüber, dass Schweizer Unternehmen den Rennstall nicht unterstützen: «Wir haben eine grosse Bank aus der Schweiz und einen sehr bekannten Uhren-Hersteller, die sich als Sponsoren an der Formel-1-Strecke präsentieren, sich aber nicht beim Schweizer Team engagieren.»

Sauber habe die Fühler deshalb nach Russland ausgestreckt. «Das ist eine konkrete Sache, aber es gibt komplizierte Hindernisse. Deshalb ist es bis jetzt nicht zum Abschluss gekommen», erklärt Stäuble.

Auch sportlich im Hintertreffen

Nebst der finanziellen macht Sauber momentan auch die sportliche Situation Sorgen. Mit nur 6 Punkten aus 8 Rennen hinkt die Hinwiler Equipe den eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Stäuble nennt einen Grund für die schwachen Leistungen: «Es findet momentan eine grosse Revolution statt, die Autos werden ab der kommenden Saison komplett anders konzipiert sein.» Für viele Teams sei 2013 deshalb ein Übergangsjahr - nicht für Sauber. «Sie haben beim Auto einen Umbau vorgenommen und sind damit ein grosses Risiko eingegangen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wie Force India das Auto vom vergangenen Jahr leicht weiterzuentwickeln und die Saison damit zu bestreiten», sagt Stäuble.

Michael Stäuble

Michael Stäuble

Der Formel-1-Kommentator von SRF schreibt regelmässig auf srf.ch/sport zu aktuellen Ereignissen in der F1-WM.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Bachofner, Venice Beach California
    Schweizer Grossbanken sind generell nicht am Schweizermarkt noch am Schweizer Kleinkunden interessiert. Wir Auslandschweizer mit Wohnsitz in den USA koennen nicht mal mehr ein Konto in unserem Heimatland fuehren. Die Fromel 1 ist fuer die eine Globale Platfrom, um die grossen Fische im Weltmarkt anzulocken. Die sind leider nicht oder nur wenig an einem Schweizer Unternehmen interessiert, es sei denn es ist ein Weltkonzern.
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  • Kommentar von Marc Kilchmann, 6214 Schenkon
    Die Situation von Sauber ist sicher bedauernswert, ich bin zuversichtlich, dass er eine Lösung finden wird. Man sollte Herrn Bertarelli nicht vergessen, er ist ja schwer wohlhabend und baut eineneue internationale Firma auf. Ich verfolge natürlich mit Spannung die Entwicklung und wünsche alles Gute!
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  • Kommentar von Patrick Bucher, Willisau
    Da sagt der nette Herr vom Radio doch tatsächlich "BMW Sauber".
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