Startplatz-Strafe für Hamilton

WM-Leader Lewis Hamilton steigt am Sonntag mit einem grossen Handicap in den GP Belgien. Der Brite muss das Rennen wohl vom letzten Platz in Angriff nehmen.

Video «Schlechte Ausgangslage für Hamilton in Belgien» abspielen

Schlechte Ausgangslage für Hamilton in Belgien

0:19 min, vom 25.8.2016

An Hamiltons Mercedes-Boliden werden einige Motorteile ausgetauscht, er wird daher eine empfindliche Startplatz-Strafe kassieren und wohl vom Ende des Feldes starten. Das bestätigte das Weltmeisterteam am Donnerstagnachmittag in Spa.

Rosberg mit Comeback-Chance

Für Hamiltons Teamrivalen Nico Rosberg eröffnet sich damit die grosse Chance zum Comeback im Titelkampf. Der WM-Zweite liegt derzeit 19 Punkte hinter Hamilton, der 6 der vergangenen 7 Rennen gewonnen hat.

Der 31-Jährige hatte keine Wahl, früher oder später musste er die Strafe verbüssen. Aufgrund einiger technischer Schäden im Frühjahr verwendete Hamilton zuletzt bereits den 5. Turbolader und die 5. MGU-H zur Energierückgewinnung. Mehr sind in einem Jahr nicht erlaubt, ab der 6. Einheit gibt es empfindliche Strafen.

Mercedes mit Kalkül

Mercedes hat den Zeitpunkt des Motorenwechsels wohl bewusst gewählt: In Spa bieten sich Hamilton viele Überholmöglichkeiten. Selbst vom Ende des Feldes ist er daher am Sonntag ein Kandidat für das Podium.

Ein weiterer Kniff: Mercedes könnte gleich zwei neue Motorenkomponenten (Turbolader und MGU-H) zum Einsatz bringen. Dadurch würde Hamilton in Spa zwar statt um 15 Plätze gleich bis ans Ende des Feldes versetzt. Dafür bliebe er von weiteren Startplatz-Strafen in dieser Saison aber wohl verschont.