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Formel 1 Wohin steuert die Formel 1?

Nach der Entmachtung von Bernie Ecclestone ranken sich um die Zukunft der Formel 1 zahlreiche Gerüchte.

Mexikanische Fans an der Rennstrecke.
Legende: Bessere Unterhaltung? Mexikanische Fans an der Rennstrecke. Imago

Seit Anfang der 1970er-Jahre war Bernie Ecclestone der starke Mann in der Formel 1. Nach der Übernahme der Rennserie durch die amerikanische Gruppe Liberty Media schien erst, dass der 87-Jährige weiter F1-Geschäftsführer bleiben könne. Anfang Woche wurde Ecclestone aber zum Rücktritt gezwungen.

Eine derartige Verschiebung der Machtverhältnisse lässt natürlich zahlreiche Fragen aufkommen. Wie geht es mit der Formel 1 unter dem neuen Geschäftsführer Chase Carey und seinen wichtigsten Männern Sean Bratches und Ross Brawn weiter? Was wird sich für Fans und Teams ändern? Vieles ist derzeit unklar und spekulativ.

  • Kalenderpolitik: Die Rennen im nahen und mittleren Osten praktisch ohne Fans an der Strecke stehen auf der Kippe. Carey scheint eher auf traditionelle Grand Prix zu stehen. Frankreich etwa kehrt 2018 in den Kalender zurück.
  • Anzahl Rennen: Die neuen Besitzer wollen den Kalender auf bis zu 25 Rennen pro Saison ausbauen. Mehr Rennen als die 21 GP im Jahr 2016 gab es bislang nie.
  • Neue Regeln: Brawn, der als Teamchef 8 WM-Titel holte, bezeichnet das aktuelle Regelwerk als «schwer durchschaubar». Das Problem: Bei Änderungen an den Regeln müssen sämtliche Teams einverstanden sein.
  • It’s Showtime: Als amerikanisches Unternehmen versteht sich Liberty Media auf die Vermarktung von Events. Beim GP von Austin in Texas kamen auch dank Taylor Swift im Rahmenprogramm 46‘000 Zuschauer mehr als im Vorjahr an die Rennstrecke.
Nico Rosberg möchte mehr Show rund um die F1.
Legende: Hoffnung Nico Rosberg möchte mehr Show rund um die F1. Imago

Der zurückgetretene Weltmeister Nico Rosberg etwa sieht im letzten Punkt die grösste Chance für die Formel 1. «Ich denke, Liberty Media kann ein wenig Würze hereinbringen. Vielleicht können sie das Ganze sogar ein wenig amerikanisieren, auf Showbusiness verstehen sie sich.»

Absehbar ist trotz der Absetzung von Ecclestone aber vor allem eine Sache: Schnelle Änderungen wird es kaum geben. Die Verträge mit den meisten Teams laufen bis 2020, jene mit den Rennstrecken teils gar bis 2026. Die Rahmenbedingungen dürften vorerst also dieselben bleiben.

Legende: Video Die Absetzung von Bernie Ecclestone abspielen. Laufzeit 3:40 Minuten.
Aus sportaktuell vom 23.01.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 23.01.17, 22:20 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Jackob (Chopfchratzer)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. In den letzten Jahren war die Formel 1 ein Witz, wurde echt mal Zeit, das sich an der Spitze etwas ändert. Aber auch ein neuer Chef kann an der momentanen Dominanz von Mercedes nichts ändern und dies ist das Hauptproblem der F1. Mal schauen ob die Anderen dieses Jahr einen besseren Job gemacht haben.
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    1. Antwort von Karl Müller (KaMü)
      Solange die Geldmittel so ungleich verteilt sind wird es 2 - 3 Stärkeklassen geben. Die "kleinen" Teams müssten analog den nordamerikanischen Profisport Ligen (NHL, NFL, NBA) einen Verteilschlüssel an den Einnahmen haben, welcher die Unterschiede annähert. Somit können sich die heutigen Nicht-Spitzenteams mehr Entwicklungsaufwand leisten und sollten somit näher an die Topteams gelangen.
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