Kalter Krieg auf zwei Rädern

Sowohl Jorge Lorenzo als auch Dani Pedrosa reisen zum GP USA. Trotz Verletzungen werden beide MotoGP-Fahrer versuchen, den 9. von 18 WM-Läufen zu bestreiten. Eine neue Eskalations-Stufe in einem gefährlichen Abnützungskampf.

Jorge Lorenzo (r.) und Dani Pedrosa (l.) wollen in Kalifornien Vollgas geben.

Bildlegende: Aller Verletzungen zum Trotz Jorge Lorenzo (r.) und Dani Pedrosa (l.) schenken sich nichts. Reuters

Der Kampf um die MotoGP-WM wird immer abstruser. Lorenzo brach sich in Assen das Schlüsselbein, liess es operieren, startete trotzdem und fuhr auf Platz 5. Zwei Wochen später stürzte der Spanier auf dem Sachsenring auf dieselbe Schulter, liess die Titanplatte ersetzen, die das Schlüsselbein zusammenhält – und reist keine fünf Tage nach dem erneuten Eingriff nach Kalifornien. Er will den Start wagen.

Wer verschleisst sich zuerst?

Damit hat Lorenzo seinen Konkurrenten Pedrosa unter Druck gesetzt. Dieser musste am Sachsenring passen, weil er das linke Schlüsselbein anknackste. Die Rennärzte prophezeiten schwere Folgen, sollte Pedrosa nochmals stürzen, und rieten zu vier Wochen Pause. Dennoch reist Pedrosa nun in die USA.

In der WM liegen Pedrosa und Lorenzo praktisch gleichauf. Jetzt gehen beide erhebliche gesundheitliche Risiken ein. Die Konsequenzen dieses Abnützungkampfes könnten brutal sein. Es ist Kalter Krieg auf zwei Rädern.

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Lorenzos Sturz auf dem Sachsenring

0:24 min, vom 12.7.2013