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Motorrad Nach Rennfrust wieder Hoffnung für Lüthi im WM-Kampf

Tom Lüthi kommt beim Moto2-GP von Japan nicht über Platz 11 hinaus. Weil er aber nachträglich den Sieg von Misano erbt, macht er dennoch Boden gut im Kampf um die WM-Krone.

Legende: Video Turbulenter Sonntag für Tom Lüthi abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Vom 15.10.2017.

Nach dem enttäuschenden 13. Platz im Qualifying auf der trockenen Strecke in Motegi hoffte Tom Lüthi auf den Regen. Denn in den Trainings auf dem nassen Circuit hatte der Emmentaler stets zu den Schnellsten gehört.

Der Regen im Rennen sollte aber kein Heilsbringer werden. Zwar legte Lüthi einen Blitzstart hin, indem er von Platz 13 auf 7 vorstiess. Doch in der 3. Runde sah sich der Berner in einen Positionskampf mit dem Malaysier Hafizh Syahrin verwickelt. Als Folge dessen geriet Lüthi gar kurz von der Strecke, weshalb er drei Positionen einbüsste.

Morbidelli passiert Lüthi in Runde 5

WM-Leader Franco Morbidelli, der im Qualifying nicht über Rang 15 hinausgekommen war, kam mit den Bedingungen besser zurecht. Er überholte Lüthi auf der 5. Runde und wurde schliesslich 8. Der Ärger dürfte sich beim Berner nun aber in Grenzen halten, konnte er in der Endabrechnung doch noch einen Punkt auf den Gesamtführenden gutmachen.

Aegerter bester Schweizer

Der Sieg ging an Alex Marquez. Der Spanier gewann mit 1,465 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Xavi Vierge. Dritter wurde Syahrin. Misano-Unglücksrabe Aegerter belegte als bester Schweizer unmittelbar hinter Morbidelli den 9. Platz. Jesko Raffin blieb als 25. einmal mehr ohne WM-Punkte.

Das Rennen hatte statt über 23 nur über 15 Runden geführt und war mit einer Verzögerung von 40 Minuten gestartet worden. Grund dafür war die Reinigung der Strecke, nachdem das Motorrad eines Moto3-Fahrers im Warm-up Öl verloren hatte.

MotoGP: Fünfter Saisonsieg von Dovizioso

Die Frage nach dem Sieger im GP von Japan in der MotoGP-Klasse reduzierte sich in der zweiten Rennhälfte auf ein Duell zwischen Marc Marquez (Honda) und Andrea Dovizioso (Ducati). Am Ende setzte sich der Italiener dank einem erfolgreichen Überholmanöver in der letzten Runde mit 0,249 Sekunden Vorsprung vor dem WM-Leader aus Spanien durch. Der Italiener Danilo Petrucci (Ducati) lag als Dritter bereits über zehn Sekunden zurück. Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi schied in Japan durch Sturz aus. In der Gesamtwertung reduzierte Dovizioso mit seinem fünften Saisonsieg den Rückstand um fünf auf noch elf Punkte gegenüber dem MotoGP-Titelverteidiger Marquez (233:244).
Legende: Video MotoGP: Das heisse Duell zwischen Marquez und Dovizioso abspielen. Laufzeit 0:49 Minuten.
Vom 15.10.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.10.2017, 05:45 Uhr.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Es stehen noch 3 Rennen aus. Heute hatte Tom Lüthi offenbar mit Sichtproblemen (Helmvisier) und Einstellungs-Schwächen am Gerät zu kämpfen. Er blieb aber im Sattel und wurde 11.ter! Primitive unsachliche "Sprüche" in die PC-Tastatur zu döggelen ist einfacher, als bei dieser nassen Strecke zwischen Punktesammeln und Risikowerte sportlich zu entscheiden! Ich wünsche Tom jedenfalls jetzt schon viel Selbstvertrauen und Glück für die letzten Rennen!
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Schlechtes Training weil es nicht regnete. Dann schlechtes Rennen weil es nicht regnete. Kann es sein dass das Entschuldigungen sind? Lüthi hatte eine gute Saison bis jetzt, doch man muss auch Neidlos anerkennen das Morbidelli eine klasse besser ist!
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    1. Antwort von Franz Huber (Chreis 9)
      Wo hören sie Lüthi die Verhältnisse als Entschuldigung für die enttäuschende Leistung anführen. Lüthi wollte Regen und hat Regen bekommen. Schade, dass er es nicht ausnutzen konnte. So grossartig war jetzt der WM Leader auch nicht als 8. Go Tom es ist noch nicht vorbei. Ein Ausfall und es kann wieder ganz eng werden.
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