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Motorsport allgemein 60 Jahre nach dem Grauen von Le Mans

Die grösste Katastrophe in der Geschichte des Motorsports jährt sich zum 60. Mal. 1955 kamen bei «24 Stunden von Le Mans» in einem Flammenmeer 84 Menschen ums Leben, am Wochenende wird ihrer erneut gedacht.

  • Die Ursache: Die Hölle auf dem Circuit von Le Mans brach am 11. Juni 1955 in der 35. Runde los. Der Franzose Pierre Levegh raste mit 250 km/h auf die Start-Ziel-Gerade zu, als eine Kette verhängnisvoller Ereignisse ein verheerendes Flammenmeer auslöste.
Es war wie beim Dominospiel. Die Menschen sind reihenweise umgefallen.
Autor: Daniel OudinAugenzeuge
  • Die Folgen: Nebst Lavegh mussten 83 Zuschauer ihr Leben lassen. Das Rennen wurde fortgeführt. «Die abstrebende Masse sollte die Zufahrtswege für die Ambulanzen nicht verstopfen», begründete der Verantwortliche Charles Faroux. Es waren 250'000 Fans an der Strecke.
  • Die Konsequenzen: Die düsteren Stunden führten zu tiefgreifenden Veränderungen, primär im Bereich Sicherheit. Denn Mit-Veranstalter Fabrice Bourigault gestand: «Die Sicherheitsmassnahmen haben damals mit der Entwicklung der Boliden nicht Schritt gehalten.»

Wir müssen zugeben: Die Sicherheitsmassnahmen hatten mit der Entwicklung der Boliden nicht Schritt gehalten.
Autor: Fabrice BourigaultMit-Veranstalter
  • Der Mythos: 60 Jahre nach der Tragödie werden bei der 83. Auflage des Spektakels am Wochenende eine Reihe von Veranstaltungen an die Katastrophe erinnern.

Legende: Video Legenden von Le Mans abspielen. Laufzeit 02:20 Minuten.
Aus sportpanorama vom 19.06.2011.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Neel Jani, ein Schweizer Fahrer, hat in Le Mans die Pole fürs morgige Rennen geholt und das ist euch nicht mal eine Meldung wert? Hallo SRF.ch - aufwachen, es ist Zeit, dass ihr in Sachen Motorsport endlich diversifiziert. Es gibt noch andere und vorallem viel spannendere Autorennenserien als die Formel 1 - und dazu erst noch mit erfolgreicher Schweizer Beteiligung.
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  • Kommentar von David Schneider, Bern
    und seither ist in der schweiz rundestrecke verboten. die heute gefährlicheren bergrennen und rallys jedoch sind erlaubt. für 1955 scheint dies eine gute lösung gewesen zu sein. nur hat sich seit damals leicht etwas geändert.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Was nie so richtig bekannt wurde, ist dies: Sekundenbruchteile vor dem Unglück, als Pierre Levegh erkannte, dass er diesen nicht mehr verhindern konnte, hob er noch deutlich den Arm, um damit seinen direkt folgenden Teamkollegen Juan Manuel Fangio zu warnen, immerhin den mehrmaligen Weltmeister. Wer ganz genau hinschaut, kann erkennen, dass mitten durch das Chaos noch ein Wagen durchflitzt. Das war der von Fangio, nach seinen Aussagen hat Levegh ihm das Leben gerettet.
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