Das Ferrari-Land feiert Schumacher Junior

Mick Schumacher trägt einen grossen Namen, aber auch eine Menge Talent in sich. Der Sieg bei seinem Premieren-Wochenende in der Formel 4 kam ebenso überraschend wie verdient. Vor allem in Italien erregte er Aufmerksamkeit.

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Der erste Sieg von Mick Schumacher

0:52 min, vom 27.4.2015

Beim Debüt-Rennen am Samstag in Oschersleben (nahe Magdeburg) war Mick Schumacher auf Rang 9 gefahren. Am Sonntagmorgen resultierte Platz 12. Am Nachmittag - im 3. Saisonlauf - war der 1. Erfolg im Trockenen.

Schumachers Umfeld trat nach dem Coup auf die Bremse. Doch das stete Mahnen von Managerin Sabine Kehm vor einem Hype um den Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher war vergebens.

Mick Schumacher während dem Formel-4-Rennen in Oschersleben.

Bildlegende: Der Schnellste Mick Schumacher holte für das niederländische Team «Van Amersfoort Racing» den Sieg. Keystone

Vor allem Ferrari-Land Italien begleitete den Sieg des 16-jährigen Mick ausgiebig. «Mick Schumacher, 1. Sieg im Namen des Vaters», schrieb die Gazzetta dello Sport.

Der Corriere dello Sport bezeichnete den Triumph als einen «Lichtstrahl nach der Trauer um den Unfall seines Vaters», die Ähnlichkeit mit «dem grossartigen Michael» sei «offensichtlich». Und Tuttosport wusste: «Gene werden vererbt.»

Rund 20'000 Zuschauer waren nach Oschersleben gekommen, um das Debüt des jungen Schumacher zu bestaunen. Dessen Fazit: «Ich bin einfach glücklich.»