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4 Jahre danach Gisin: «Würde gerne selber runterfahren»

SRF-Expertin Dominique Gisin blickt auf den grössten Erfolg ihrer Karriere zurück – und wagt eine Prognose für die Abfahrt von Mittwoch.

Legende: Video Dominique Gisin 4 Jahre danach abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
Vom 19.02.2018.

Die Erinnerungen an ihren Olympiasieg lösen bei Dominique Gisin noch immer grosse Emotionen aus. Damals krönte die mittlerweile 32-Jährige in Sotschi eine von vielen Verletzungen und Rückschlägen geprägte Karriere mit der Goldmedaille in der Abfahrt.

Die Bilder, wie sie anschliessend unter Tränen mit ihrer Grossmutter telefonierte, sind bis heute unvergessen. Ein Jahr nach diesem Triumph zog sich die Engelbergerin aus dem Skizirkus zurück.

Der Weg wird über Lindsey Vonn führen. Die Strecke liegt ihr und sie hat am meisten Erfahrung.

In Südkorea steht Gisin für SRF als Expertin im Einsatz. Sie geniesst es, in einer anderen Funktion wieder Teil der Winterspiele zu sein. «Es ist sehr speziell. Die Emotionen, die mit dieser Atmosphäre zusammenhängen, kommen wieder hoch», erzählt sie.

Bruder und Schwester kosten Nerven

Äusserst emotional ist für Gisin auch die Tatsache, dass in Pyeongchang mit Marc und Michelle ihre beiden Geschwister dabei sind. Oder wie Gisin sagt «die halbe Familie». Ihnen zuzuschauen sei «viel, viel schlimmer» im Vergleich zu damals, als sie selbst noch am Start stand.

Für ihre Familie dürfte es während Gisins Aktivzeit indes auch nicht immer ganz einfach gewesen sein. Bereits im Alter von 20 Jahren wies ihre Krankenakte zwei Kreuzbandrisse auf, viele weitere Verletzungen kamen dazu. Der Olympiasieg von Sotschi war für Gisin auch deshalb eine so grosse Versöhnung, weil sie 4 Jahre zuvor in Vancouver nach dem Zielsprung schwer gestürzt war.

Gisins Nachfolgerin gesucht

Beim Anblick der Abfahrtsstrecke in Jeongseon gerät Gisin ins Schwärmen. «Die Strecke ist wunderbar, ich würde selbst gerne herunterfahren», sagt sie lachend. Gefragt nach einer Prognose für die Frauenabfahrt vom Mittwoch ist für sie klar: «Der Weg wird über Lindsey Vonn führen. Die Strecke liegt ihr und sie hat am meisten Erfahrung von allen.»

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

4 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Vonn das Schwergewicht unter den Abfahrerinnen ist, ist diese Strecke mit vielen Gleitpassagen für sie natürlich optimal. Insofern stimmt die Einschätzung von D. Gisin. Aber am Tag eines Rennen einfach alles passen muss: Lassen wir uns überraschen & hopp Schwiiz!
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  • Kommentar von Fabio Trimarchi (Ad Infinitum)
    Für mich ist sie eine Verräterin, soll sie zuhause bleiben! Man verschwendet schmeisst nicht einfach auf der Höhe seiner Karriere sein Talent hin, reiner Egoismus, man möchte den Erfolg ja nicht mit einem Abwärtstrend verbinden...also Verräterin, Verrat am Sport, an dem Team, an der Nation, an sich selbst.
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    1. Antwort von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
      Kein Sportler gehoert der Nation, alles Einzelkaempfer ohne Teampflicht. Sport kann sie auch nicht verraten, noch dabei, fuer Geschwister und Freude bei SRF. Verrat an sich selbst, das Duemmste was ich je gelesen. Jeder Mensch muss ganz allein entscheiden wann die Zeit gekommen, um Abschied zu nehmen. Der Preis den sie fuer Gold "zahlte" war hoch. So viele Verletzungen mit der Gefahr sportinvalid zu werden. Drum Glueckwunsch auch vier Jahre danach zu Medaille und Entscheid der klugen Frau !
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  • Kommentar von Galvin Schmit (Galschmit)
    Was wäre das für eine Geschichte wenn M. Gisin gewinnen würde!
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