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Finne Niskanen triumphiert Cologna im 50er ohne Chance

Dario Cologna hat im letzten Rennen der Langläufer eine weitere Medaille verpasst. Der Bündner wurde im 50er nur Neunter.

Simon Ammann bleibt für mindestens vier Jahre ex aequo der erfolgreichste Schweizer Olympionike aller Zeiten. Dario Cologna, der vor 8 Tagen mit seinem Triumph über 15 km und seiner insgesamt 4. Goldmedaille zum Toggenburger aufgeschlossen hatte, konnte über 50 km klassisch kein weiteres Edelmetall ergattern.

Cologna muss abreissen lassen

Cologna vermochte nur bis Kilometer 20 ganz vorne mitzuhalten. Danach musste er abreissen lassen und verlor in der Folge sukzessive an Boden. Bei Kilometer 25 betrug der Rückstand des Münstertalers auf die Spitze 21,5 Sekunden; bei Kilometer 30 waren es schon 1:41 Minuten. Am Ende verpasste Cologna als Neunter sogar ein olympisches Diplom (+ 4:21).

Ich könnte mir vorstellen, noch 4 Jahre weiterzulaufen.
Autor: Dario Colognazu seiner Zukunft

«Beim 1. Skiwechsel habe ich viel Zeit verloren. Zudem lief das 2. Paar Ski nicht wie gewünscht. Das kostete Kraft», analysierte Cologna nach dem Rennen. Der 31-Jährige gestand aber ein: «Die ersten beiden wären eh zu stark gewesen. Es wäre maximal Bronze machbar gewesen.»

Zweikampf um Gold

An der Spitze lieferten sich der von Cologna erwähnte Finne Iivo Niskanen und OAR-Athlet Alexander Bolschunow einen spannenden Zweikampf. Eine Zeit lang hatte es danach ausgesehen, als könnte Niskanen einen Solosieg feiern. Doch Bolschunow, der im gesamten Rennen die Ski nur einmal wechselte, vermochte bei Kilometer 37 wieder aufzuschliessen.

Niskanens entscheidende Attacke

In der Folge lief das Duo gemeinsam dem Ziel in der Alpensia-Arena entgegen – bis 1,1 Kilometer vor dem Ziel. Dann zündete Niskanen den Turbo und hängte seinen russischen Kontrahenten entscheidend ab. Für den 26-Jährigen, der schon nach 15 km attackiert hatte, ist es die 2. olympische Goldmedaille nach jener im Teamsprint 2014.

Hinter Bolschunow gewann mit Andrei Larkow ein weiterer OAR-Athlet Bronze. Dem Norweger Martin Johnsrud Sundby blieb hinter Alex Harvey (Ka) nur der 5. Schlussrang.

Macht Cologna weiter?

Trotz der leisen Enttäuschung im 50er überwog bei Cologna die Freude. «Ich konnte zum 3. Mal in Folge bei Olympia eine Goldmedaille für die Schweiz gewinnen. Das macht mich stolz», sagte der Bündner. Zur Frage, ob der 50er allenfalls sein letztes Olympia-Rennen gewesen sein könnte, meinte er: «Ich könnte mir vorstellen, noch 4 Jahre weiterzulaufen. Aber so weit habe ich noch nicht geplant.»

Legende: Video Cologna: «Kann mir vorstellen, noch vier Jahre weiterzulaufen» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Aus PyeongChang 2018 vom 24.02.2018.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

14 Kommentare

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  • Kommentar von Elsa Tschopp (Nimsay)
    Cologna hat schon recht, die Erwartungen und der Druck kommt meist von Aussen. Ihm war vor dem Rennen Bewusst, das von der Medaille bis zum Rang ausserhalb der Diplome alles möglich war. Er hats versucht, diesmal ist's nicht aufgegangen, ein andermal passt es wieder. Diese Erwartungshaltung ist unnötig und kontraproduktiv. Die Athleten haben schon genug Ehrgeiz um ihr Bestes zu geben. Ja Medaillen sind schön, sein bestes geben ist schöner - man muss nicht immer gewinnen, niemand kann das.
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Seien wir doch ehrlich: Wer von uns ist davon ausgegangen, dass Dario Cologna im Kampf um die Medaillen keine Chance haben würde? Und wer hätte gedacht, dass es nicht einmal zu einem olymp. Diplom reichen würde? Vermutlich kaum jemand. Es dünkt mich deshalb heuchlerisch, die Berichterstattung, welche "nur 9. Rang" oder so meldet, als verfehlt oder ähnlich zu kritisieren.
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    1. Antwort von Elsa Tschopp (Nimsay)
      Davon ausgegangen ist vermutlich niemand. Aber vermutlich sind auch viele nicht davon ausgegangen, dass es für eine Medaille reicht. Ich habe viele Szenarien in Betracht gezogen von Medaille bis Sturz oder Verwachsung. Bei einem klassisch 50er gibt es so viele Faktoren: der Wachs, Teamtaktik, Ausreiser, Stürze, der Skiwechsel... Auf 50 km kann viel passieren und die Vergangenheit hat gezeigt, dass 50er oft sehr unerwartet ausgehen. Seien wir ehrlich, wer hatte Nieskannen auf dem Radar?
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  • Kommentar von Roland Amsler (rAm)
    Für mich wurde Dario nicht "nur Neunter", sondern er schaffte es unter die Ersten Zehn...Bravo, eine Superleistung!
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    1. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      Ansichtssache zum ehrlich sein. Da Olympia nicht jeden Tag ist vertrete Ich eher die negative Ansicht
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