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Hansdotter holt Slalom-Gold Holdener verliert den Hundertstel-Krimi – gewinnt aber Silber

Das Podest

  • 1. Frida Hansdotter (Sd) 1:38,63
  • 2. Wendy Holdener (Sz) + 0,05 Sekunden
  • 3. Katharina Gallhuber (Ö) + 0,32 Sekunden

Die vergebene Halbzeit-Führung

Wendy Holdener zeigte in Yongpyong in beiden Läufen eine überragende Leistung. Vor allem aber bewies sie bei ihrer 2. Olympia-Teilnahme Nerven aus Stahl. Am Ende war ihr das Hundertstel-Glück nicht hold: Sie musste sich der routinierten Schwedin Frida Hansdotter um winzige 0,05 Sekunden beugen.

Dieses hauchdünne Verdikt sei sicher bitter, sagte die Schwyzerin im Ziel. Trotzdem strahlte sie, denn sie betonte: «Mein Ziel war eine Medaille, die habe ich.»

Legende: Video Holdener: «Im Ziel dachte ich erst, Shiffrin habe gewonnen» abspielen. Laufzeit 2:00 Minuten.
Vom 16.02.2018.

Nach dem 1. Durchgang hatte Holdener noch mit 20 Hundertsteln in Führung gelegen. Sie hatte mit der Startnummer 1 die solide Grundlage geschaffen zu einer möglichen Premiere: Denn bei 69 Weltcup-Starts im Slalom schaffte sie es noch nie als Siegerin ins Ziel. Bei Olympia konnte sie diese Lücke doch noch nicht schliessen.

Der schwedische Coup

Auch Frida Hansdotter hat in diesem Winter noch nie gewonnen. Beim Saison-Höhepunkt stellte die 32-jährige Routinière alle in den Schatten. 5 WM-Medaillen hat sie bereits auf ihrem Konto. Nun vergoldete sie ihr Palmarès mit einem Olympiasieg.

Unerwartet kam auch der Bronzegewinn von Katharina Gallhuber. Die erst 20-Jährige war in ihrer gesamten Karriere im Weltcup nie besser als auf Position 5 klassiert.

Das abrupte Ende der Shiffrin-Serie

Nach ihrem Riesenslalom-Triumph kam die Entmachtung von Kronfavoritin Mikaela Shiffrin (USA) aus dem Nichts. Die Ausnahmekönnerin verpasste um 0,08 Sekunden sogar den Sprung aufs Podest und wurde nur Vierte. Seit der WM 2013 führte jeder Slalom-Titel bei einem Grossanlass (3 Mal WM und 1 Mal Olympia) über Shiffrin. Nun ist ihre Dominanz zu Ende.

Die weiteren Schweizerinnen

  • 14. Denise Feierabend + 3,10 Sekunden
  • 16. Michelle Gisin + 3,22 Sekunden

Das Schweizer Duo hinter Teamleaderin Holdener vermochte nicht zu glänzen. Immerhin: Denise Feierabend machte dank einer überzeugenden Reprise noch 10 Plätze gut.

Das weitere Programm

Nach 2 «Doppel»-Renntagen wird das Pensum der Alpinen in Pyeongchang wieder etwas runtergeschraubt. Bei den Frauen erfolgt der Wechsel von Technik zu Speed. In der Nacht auf Samstag (ab 3 Uhr auf SRF zwei & in der Sport App) wird die Super-G-Olympiasiegerin erkoren. Packt Lara Gut ihre Chance?

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

13 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Gisler (Grivo)
    Gratulation Wendy!!! Aber was wohl niemand bemerkt hat ist das Denis Feierabend im ersten Lauf nach dem Fehler das rote Tor gar nicht richtig passiert hat. Eigentlich ein Skandal für so ein Event.
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  • Kommentar von Daniel Fueter (volgaschlepper)
    "Seit der WM 2013 führte jeder Slalom-Titel bei einem Grossanlass (3 Mal WM und 1 Mal Olympia) über Shiffrin. Nun ist ihre Dominanz zu Ende." Ich verstehe, dass ein reisserischer Schreibstil den Journalisten wichtig ist, aus welchen Gründen auch immer, aber zu behaupten, dass Shiffrins Dominanz wegen eines vierten Ranges beim Olympia-Slalom ein Ende hat, finde ich doch etwas gar beflügelt. Ein 'schlechter Tag' (4. Rang!) beendet in keinster Weise eine Dominanz. Wenn, dann ist das Wunschdenken.
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  • Kommentar von Werner Gerber (Emmentaler)
    die ewigen daumen nach unten drücker sind mit gar nichts zufrieden, am wenigsten mit sich selber. das muss mal unbedingt gesagt werden
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