Zum Inhalt springen

Pyeongchang Nordkorea und die Atomwaffen – Gefahr für Olympia?

Nach Nordkoreas jüngstem Atomwaffentest wird die Debatte über die Sicherheit von Olympia in Pyeongchang wieder entfacht. Swiss Olympic verfolgt die Entwicklungen genau.

Die Spiele 2018 finden in einer politisch angespannten Region statt.
Legende: Ist Olympia in Gefahr? Die Spiele 2018 finden in einer politisch angespannten Region statt. EQ Images

Seit Wochen liefert Nordkorea beinahe täglich neue, beunruhigende Nachrichten. Am Sonntag brüstete sich Nordkoreas Diktator Kim Jong Un mit einem erneuten Atomwaffentest. Dieser wurde international verurteilt.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel bleibt angespannt. Dies besorgt die Weltgemeinschaft – und setzt auch Fragezeichen hinter der Durchführung der Olympischen Spiele im südkoreanischen Pyeongchang, das nur 80 Kilometer entfernt von Nordkorea liegt.

Karte koreanische Halbinsel.
Legende: Keine 100 Kilometer dazwischen Pyeongchang liegt nah an der nordkoreanischen Grenze. ZVG

Ticketverkauf auf Rekordtief

Südkoreas Olympiamacher spielen die Probleme bislang herunter. Doch der Ticketverkauf ist fünf Monate vor dem Startschuss der Spiele auf einem historischen Tief – bislang wurden im Gastgeberland erst 4,8 Prozent der Eintrittskarten verkauft.

Es wird bereits über mögliche Alternativen für Pyeongchang diskutiert: So wurden beispielsweise der letzte Ausrichter Sotschi oder München, das sich vergeblich für die Olympia 2018 beworben hatte, ins Spiel gebracht.

(Noch) keine Sorge bei Swiss Olympic

Wie geht Swiss Olympic mit den neusten Entwicklungen um? Alexander Wäfler, Leiter Medien und Information, sagt: «Wir sind aktuell noch nicht beunruhigt.» Dies vor allem deshalb, weil es bis zum Beginn der Spiele noch ein paar Monate dauere.

Für uns ist klar, dass die Sicherheit der Athletinnen und Athleten über allem steht.
Autor: Alexander Wäfler

Swiss Olympic bezieht seine Informationen vom Departement für Auswärtige Angelegenheiten, von der Schweizer Botschaft in Seoul sowie der Bundespolizei fedpol und steht ausserdem in regelmässigem Kontakt mit dem Internationalen Olympischen Komitee.

Überall hofft man, dass sich der Konflikt bald beruhigt. Wäfler sagt: «Natürlich verfolgen wir die Ereignisse in Nord- und Südkorea sehr genau. Für uns ist klar, dass die Sicherheit der Athletinnen und Athleten über allem steht.» Ein Teilnahmeverzicht stehe Stand jetzt nicht zur Diskussion. Momentan gehen die Vorbereitungen für die Spiele in Pyeongchang also wie geplant weiter.

Haben sich bereits besorgte Schweizer Athleten an Swiss Olympic gewendet?

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 3.9.2017, 19:30 Uhr

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Ich habe mal gelesen, gäben die Militäre 8 Tage lang kein Geld aus, es würde reichen um jeden Kind eine kostenlose Schulbildung anbieten zu können. Stattdessen müssen Schulen weltweit ihren Kindern erklären, wie schrecklich Krieg ist und wie die Welt in 30 Jahren aussehen könnte. Das ist doch einfach nur schade!! Make peace, not war!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marc Nager (Marc Nager)
      Es wäre noch viel mehr möglich! Wenn die Armeen weltweit während 8 Tagen keine Waffen kauften und keine verpulverten, könnten 6-8 Milliarden Dollar gespart werden und mit diesem Geld könnte man den Hunger weltweit AUSLÖSCHEN.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
      Herr Nager, ich finde das echt schrecklich, dass im Jahre 2017 üner solche Themen diskutiert werden muss. Man muss die Überlegung machen: Wie soll man das Geschehen unserer Zeit in 10-20 Jahren seiner Tochter/seinem Sohn erklären? Kann das nicht einfach endlich aufhören...!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen