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Nur noch ein Rennen Galmarini: «Spielt für mich keine Rolle»

Anders als 2014 haben die Alpin-Snowboarder nur noch eine Chance auf Edelmetall. Der Bündner Favorit nimmt es gelassen.

Nevin Galmarini
Legende: Fokussiert Nevin Galmarini will die eine Chance nutzen. Freshfocus

In entspannter Stimmung plaudern Nevin Galmarini, Patrizia Kummer und Co. in einem Café im Freestyle-Ort Bokwang mit den Schweizer Journalisten. Am Medientreffen der Alpin-Snowboarder herrschen neben den persönlichen Chancen und Ambitionen zwei Themen vor: die Streichung des Parallel-Slaloms sowie der sensationelle Super-G-Sieg von Snowboarderin Ester Ledecka.

Natürlich haben wir gehofft, dass es olympisch bleibt.
Autor: Nevin Galmariniüber die Abschaffung des Slaloms

Der Parallel-Slalom wurde für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ins Programm genommen. Dass sie neu nur noch eine Chance auf Edelmetall haben, beurteilen die Schweizer Alpin-Asse unterschiedlich.

«Die Russen haben das gepusht, weil sie im Slalom gut sind», sagt Galmarini. «Natürlich haben wir gehofft, dass es olympisch bleibt.» Dass dem nicht so sei, sei schade. «Aber für mich ist der Riesenslalom sowieso die viel bessere Disziplin», sagt der 31-jährige Bündner. «Von dem her spielt es für mich nicht so eine Rolle.»

Whatsapp-Gruppe zur Wehr

Kummer enerviert sich bei dem Thema schon mehr. «Es war ein rein politischer Entscheid», so die Walliserin. «Die Ticketpreise für unsere Rennen sind die zweithöchsten», sagt sie. Auch das Zuschauerinteresse rechtfertige die Abschaffung nicht.

Nach dem Bekanntwerden haben die Weltcup-Fahrer eine Whatsapp-Gruppe gegründet, «um uns zu wehren», wie Kummer sagt. So seien einige von ihnen beim IOC und der FIS vorstellig geworden. Aber das IOC sei ein grosser Gegner, so die Olympiasiegerin von Sotschi.

Das war das Beste, was unserem Sport passieren konnte.
Autor: Patrizia Kummerüber Ledeckas Sensationssieg

Das zweite heisse Thema ist Ledecka. Die tschechische Snowboard-Weltmeisterin gewann letzte Woche sensationell den Super-G der Skifahrerinnen. «Das war das Beste, was unserem Sport passieren konnte», so Kummer. Sie möge es ihr von Herzen gönnen. Es sei extrem, wie fokussiert und professionell Ledecka sei, findet Kummer.

Auch Galmarini findet auf Ledecka angesprochen nur lobende Worte. Er habe es im letzten Winter schon kaum glauben können, dass sie im Ski-Weltcup in die Top 30 fahre. «Es ist unglaublich», sagt er.

Was Galmarini ausserdem über sein Trainingsangebot in Scuol und Kollege Vic Wild sagt, erfahren Sie im Video.

Legende: Video Galmarini: «Es ist ein mega cooler Saisonabschluss» abspielen. Laufzeit 2:57 Minuten.
Aus PyeongChang 2018 vom 20.02.2018.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

1 Kommentar

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Apropos Ledecka: Könnte das nicht [Ausländische Trainer bitte nicht weiterlesen!] ein allgemeines Erfolgsrezept für die Alpin-Skifahrerinnen sein? Intensiv mit dem Snowboard trainieren, um dann mit den Skis "mühelos" zu gewinnen?
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