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Pyeongchang Olympia-Traum von Paganini geht in Erfüllung

Eiskunstläuferin Alexia Paganini vertritt die Schweiz an den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Die 16-jährige schweiz-amerikanische Doppelbürgerin wurde von Swiss Olympic selektioniert.

Alexia Paganini.
Legende: Darf nach Pyeongchang Alexia Paganini. Keystone

Alexia Paganini hat aufregende Tage hinter sich. Erst am vergangenen Wochenende gewann die 16-Jährige ihren ersten Schweizer Meistertitel im Eiskunstlauf. Nun folgt mit der Selektion für die Olympischen Spiele in Pyeongchang das nächste grosse Highlight für Paganini.

Durchbruch im Jahr 2017

Die Selektionskommission von Swiss Olympic hat die 16-Jährige auf Antrag des Verbands Swiss Ice Skating selektioniert. Mit dem 3. Rang an der traditionsreichen Nebelhorn Trophy hatte Paganini im September den Schweizer Quotenplatz für die Olympia-Teilnahme gewonnen und gleichzeitig die Selektionskriterien für Olympia erfüllt.

Paganini lebt mit ihrer Familie im Bundesstaat New York. Dank ihres Vaters, der aus Brusio (Graubünden) stammt, besitzt sie seit der Geburt neben der US- auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. Nun läuft sie seit diesem Jahr für die Schweiz. Somit wird die Schweiz erstmals seit 2010 an den Olympischen Spielen im Eiskunstlauf wieder vertreten sein.

Selektionierte Schweizer Athleten für Pyeongchang

BiathlonIrene Cadurisch, Lena Häcki, Aita Gasparin, Elisa Gasparin, Selina Gasparin

Mario Dolder, Jeremy Finello, Martin Jäger, Benjamin Weger, Serafin Wiestner
BobSabina Hafner (Pilotin), Eveline Rebsamen, Rahel Rebsamen

Thomas Amrhein, Fabio Badraun, Alex Baumann, Clemens Bracher (Pilot), Alain Knuser, Simon Friedli, Michael Kuonen, Martin Meier, Rico Peter (Pilot)
CurlingMarlene Albrecht, Esther Neuenschwander, Jenny Perret (Mixed & Ersatz), Manuela Siegrist, Silvana Tirinzoni (Skip)

Peter De Cruz (Skip), Dominik Märki (Ersatz), Claudio Pätz, Martin Rios (Mixed), Benoît Schwarz, Valentin Tanner
Eishockey (Frauen)Janine Alder, Tess Allemann, Livia Altmann, Laura Benz, Sara Benz, Andrea Brändli, Nicole Bullo, Sarah Forster, Nicole Gass, Christine Meier, Alina Müller, Evelina Raselli, Lisa Rüedi, Dominique Rüegg, Florence Schelling, Shannon Sigrist, Phoebe Staenz, Lara Stalder, Isabel Waidacher, Monika Waidacher, Nina Waidacher, Stefanie Welti, Sabrina Zollinger
Eishockey (Männer)Cody Almond, Andres Ambühl, Eric Blum, Simon Bodenmann, Enzo Corvi, Raphael Diaz, Félicien Du Bois, Philippe Furrer, Patrick Geering, Leonardo Genoni, Gaëtan Haas, Fabrice Herzog, Gregory Hofmann, Jonas Hiller, Denis Hollenstein, Romain Loeffel, Simon Moser, Vincent Praplan, Thomas Rüfenacht, Reto Schäppi, Tristan Scherwey, Dominik Schlumpf, Tobias Stephan, Pius Suter, Ramon Untersander
EiskunstlaufAlexia Paganini
EisschnelllaufRamona Härdi

Livio Wenger
Langlauf
Nadine Fähndrich, Laurien van der Graaff, Lydia Hiernickel, Nathalie von Siebenthal

Jonas Baumann, Dario Cologna, Roman Furger, Jovian Hediger, Erwan Käser, Toni Livers, Candide Pralong, Ueli Schnider
Nordische Kombination
Tim Hug
RodelnMartina Kocher
SkeletonMarina Gilardoni
Ski Freestyle Deborah Scanzio (Buckelpiste), Mathilde Gremaud, Sarah Höfflin (alle Slopestyle), Priscilla Annen, Talina Gantenbein, Sanna Lüdi, Fanny Smith (alle Skicross)

Elias Ambühl, Fabian Bösch, Jonas Hunziker, Andri Ragettli (alle Slopestyle), Robin Briguet, Joel Gisler, Rafael Kreienbühl (alle Halfpipe), Mischa Gasser, Nicolas Gygax, Dimitri Isler, Noé Roth (alle Aerials), Marc Bischofberger, Alex Fiva, Jonas Lenherr, Armin Niederer (alle Skicross)
Ski alpinDenise Feierabend, Jasmine Flury, Michelle Gisin, Lara Gut, Joana Hählen, Wendy Holdener, Corinne Suter, Simone Wild

Luca Aerni, Gino Caviezel, Mauro Caviezel, Beat Feuz, Marc Gisin, Carlo Janka, Patrick Küng, Loic Meillard, Justin Murisier, Gilles Roulin, Thomas Tumler, Daniel Yule, Ramon Zenhäusern
SkispringenSimon Ammann, Gregor Deschwanden
Snowboard Ladina Jenny, Patrizia Kummer, Stefanie Müller, Julie Zogg (alle Alpin), Lara Casanova, Alexandra Hasler, Simona Meiler (alle Boardercross), Sina Candrian, Isabel Derungs, Elena Könz, Carla Somaini (alle Slopestyle & Big Air), Verena Rohrer (Halfpipe)

Dario Caviezel, Kaspar Flütsch, Nevin Galmarini (alle Alpin), Kalle Koblet, Jérôme Lymann (alle Boardercross), Jonas Bösiger, Nicolas Huber, Michael Schärer, Moritz Thönen (alle Slopestyle & Big Air), Patrick Burgener, David Hablützel, Jan Scherrer (alle Halfpipe)
Legende: Video Alexia Paganini im Porträt abspielen. Laufzeit 05:05 Minuten.
Aus sportpanorama vom 17.12.2017.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Marcello Sigrist (Marsig)
    Es ist klar, dass Alexia im Moment keine Chance sieht, für die USA an den Start zu gehen. Wenn die Voraussetzungen geschaffen sind, finde ich es in Ordnung, wenn sie für die CH internationale Erfahrung sammeln kann. Im Gegensatz zu den Fussballern, die durch alle Auswahl-Teams der CH ausgebildet werden, um dann für ein anderes Land zu spielen, finanziert die CH die Ausbildung von Alexia nicht mit. Sie wird noch Lehrgeld zahlen müssen, aber das macht nichts. Viel Glück, Alexia!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Im Eiskunstlaufen erfolgt die Finanzierung auch für Läufer/innen, die in der Schweiz ausgebildet werden, praktisch ausschliesslich auf privater Basis, grundsätzlich durch die Eltern und allfällige Sponsoren. Die Ausbildung erfolgt weitgehend durch privat bezahlte Trainer/innen in individuellen Lektionen. Meistens muss dafür auch noch eine Miete für das Eis bezahlt werden. Ebenfalls werden die gesamte Ausrüstung und das Bereitstellen der Musik auf Tonträgern privat finanziert. etc. etc.
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Im Eiskunstlaufen braucht es extrem viel, um an die Spitze zu kommen. Umso erfreulicher ist das Erreichen des Olympiaquotenplatzes für die Schweiz und das Erzielen der persönlichen Qualifikationswerte durch eine junge Schweizerin. Herzliche Gratulation an Alexia Paganini und viel Erfolg an den Europameisterschaften und an den olympischen Spielen!
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  • Kommentar von YB Fan (Hopp YB)
    Ihr Trainer hatte also die Idee, dass sie ja für die Schweiz starten könnte. Wohl kaum, weil er das Gefühl hatte, sie fühle sich stärker mit der Schweiz als mit Amerika verbunden. Der einzige Grund dafür ist ganz klar, dass sie noch zu wenig gut ist, um für die USA 2018 zu starten und diese Olympischen Spiele auf keinen Fall verpassen wollte. Für mich etwas zwiespältig, diese Geschichte!
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    1. Antwort von Claudio Darms (darms)
      Für mich ist eher Ihr Kommentar zwielichtig, auch weil ich mich frage, wie @srf diesen durchwinken konnte. „YB Fan (YB Fan)“? Sehr transparent... Um auf Ihren Post zurückzukommen: keine Ahnung, wo Ihr Problem liegt. Sie hat den Pass und kann sich so ihren Traum erfüllen. Auch nimmt sie niemandem einen Quotenplatz weg. Ich jedenfalls freue mich, dass die CH im Eiskunstlauf wieder vertreten sein wird!
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    2. Antwort von YB Fan (Hopp YB)
      Mit 16 für eine fremde Nation anzutreten (klar hat sie den Pass, aber viel mit der Schweiz zu tun hat sie trotzdem nicht), weil sie für ihr Heimatland noch zu wenig gut, finde ich schon speziell. Besonders die Aussage, es sei die Idee des Trainers gewesen, zeigt, dass sie nicht für die Schweiz startet, weil sie sich als schweizerin fühlt, sondern weil sie dort nicht um einen Olympiaplatz kämpfen muss. Wäre sie 28 und noch nie an Olympia gewesen, verstünde ich es noch eher.
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    3. Antwort von Claudio Darms (darms)
      „Wäre sie 28 und noch nie an Olympia gewesen, verstünde ich es noch eher.“ Wirklich? Das verstünden dann wirklich nur noch sie... ist doch besser, einer jungen talentierten Sportlerin jetzt die Chance zu geben, Erfahrungen zu sammeln. Btw: Sie wissen doch gar nicht, wie verbunden sich die junge Frau mit der CH fühlt? Vielleicht lebt die Familie in New York nach Schweizer/Bündner Werten? Kann doch sein?
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