Zum Inhalt springen
Inhalt

Russisches Staatsdoping Olympia-Ausschluss für Schipulin, Ustjugow und Ahn

Anton Schipulin, Viktor Ahn und Sergej Ustjugow dürfen wohl nicht an den Olympischen Spielen in Pyeongchang teilnehmen.

Legende: Video Viele russische Stars fehlen bei Olympia abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus sportflash vom 23.01.2018.

Biathlet Anton Schipulin, Langläufer Sergej Ustjugow, Shorttracker Viktor Ahn – Russlands Olympia-Mannschaft verliert mit einem Schlag 3 herausragende Sportler für die Winterspiele in Pyeongchang. Wie das russische Olympia-Komitee ROC am Dienstag mitteilte, wurden die 3 Athleten von der Kandidatenliste für einen Start unter neutraler Flagge gestrichen. Sie sollen in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen.

Die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingesetzten stiess beim ROC auf Unverständnis. Die genannten Athleten seien «niemals in irgendeinen Dopingskandal verwickelt» gewesen, so ROC-Vizepräsident Stanislaw Posdnijakow.

ROC will Entscheidung nicht anerkennen

Der Funktionär kündigte an, dem IOC eine Anfrage zu senden, um «die spezifischen Gründe zu erhalten», warum diese Athleten nicht auf der Liste potenzieller Olympia-Starter stehen.

In einem ersten Schritt hatte das «Review Panel» des IOC die Liste von möglichen Startern unter neutraler Flagge von 500 auf 389 «saubere» Kandidaten reduziert. Russlands Vize-Premier Witali Mutko, selbst für alle olympischen Funktionen gesperrt, rechnet mit etwa 200 Startern in Südkorea. An den Heimspielen in Sotschi hatten 214 russische Sportler teilgenommen – unter anderem Ahn.

Für den 3-fachen Goldmedaillen-Gewinner von Sotschi platzt derweil der Traum vom Start im Geburtsland. Der in Seoul geborene Ahn hatte 2011 die russische Staatsbürgerschaft erhalten. 2008 hatte er sich in Turin unter südkoreanischer Flagge zum 3-fachen Olympiasieger gemacht.

Weitere Athleten vor Ausschluss

Neben den drei Shootingstars wurden nach Verbandsangaben auch folgende weitere Sportler nicht berücksichtigt:

  • Eiskunstlauf: Xenia Stolbowa, Iwan Bukin
  • Bob: Roman Koschelew, Julia Schokuschewa
  • Rodeln: Wiktoria Demtscheko
  • Eishockey: Anton Below, Alexej Bereglasow, Michail Naumenkow, Waleri Nitschuschkin, Sergej Plotnikow

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.01.2017, 22:00

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hanspeter Gantenbein (hpgantenbein)
    Ich verturteile diese scheinheilige westliche Machtdemo gegen Russland. ....und was ist mit Nordkorea, wo nicht einmal Dopingkontrollen stattfinden können......usw.?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Claudio Darms (darms)
      Fragen Sie das jetzt wirklich ernsthaft? Was mit Notdkorea sei? Eine der unbedeutendsten Schneesportnationen vergleichen Sie mit dem Land, das in Sotchi Platz 1 des Medaillenspiegels einnahm? Bitte die Verhältnisse wahren, Herr Gantenbein!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Suat Ulusoy (SuatU)
    @ Claudio Darms: "Staatsdoping" ist aber keine Erfindung Russlands. Verglichen mit DDR-Zeiten ist das vermutlich noch harmlos, was in Russland leider geschehen ist. Oder wo sind denn die russischen Fabelweltrekorde? Noch immer wird bspw. Marita Kochs 47,6s als Weltrekord über 400m geführt, obwohl die Faktenlage wohl viel klarer ist...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Claudio Darms (darms)
      Deshalb haben wir ja Glück, dass wir eben nicht mehr in DDR-Zeiten leben und solche Machenschaften ans Licht kommen und Russland an den Pranger gestellt werden kann. Ich wäre der Erste, der alle Rekorde von DDR-Athleten oder auch US-SportlerInnen aus jener Zeit (bsp. Griffith-Joyner) streichen würde! Aber diese ganzen pro-russischen Verschwörungstheorien nerven auf Dauer gewaltig...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Ulrich Vetsch (Schweizer1955)
    In diesem Ausmass sicher nicht! Aber grundsätzlich glaube ich nicht, dass z.B. Eine dreiwöchige Tour de France ohne Doping bewältigt werden kann!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen