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TAS-Entscheid «Das Urteil kommt überraschend»

Corinne Schmidhauser von Antidoping Schweiz und das IOC reagieren auf das TAS-Urteil zu den russischen Sportlern.

Die Aufhebung der Sperren gegen 28 russische Sportler nimmt Corinne Schmidhauser, Juristin und Präsidentin von Antidoping Schweiz, überrascht zur Kenntnis. «Offensichtlich haben die Beweise, die das IOC vorgelegt hat, nicht genügt, um diese Athleten zu sperren», so Schmidhauser. Mit diesem Urteil habe man eher nicht gerechnet.

IOC prüft Gang vor Bundesgericht

Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ist mit dem Entscheid nicht einverstanden. Das IOC will das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes TAS in den Russland-Fällen womöglich anfechten und prüft den Gang vor das Schweizer Bundesgericht.

Keine automatische Teilnahme in Südkorea

«Das Ergebnis der TAS-Entscheidung heisst nicht, dass die Gruppe der 28 Athleten jetzt zu den Spielen eingeladen wird», teilte das IOC mit. Die Entscheidung des IOC vom 5. Dezember habe Bestand und mache klar, dass «seit der Suspendierung des russischen Olympia-Komitees ROC dessen Athleten in Pyeongchang nur mit einer Einladung des IOC starten können».

Das IOC begrüsste, dass der TAS in 11 Fällen die Einsprüche nur teilweise bestätigt hatte und damit das systematische Doping in Russland bestätigt worden sei.In den Fällen der 28 freigesprochenen Athleten habe das TAS die Hinweise auf systematische Manipulation leider nicht berücksichtigt. Das IOC legte besonderen Wert auf die Tatsache, dass die TAS-Entscheidung nicht bedeute, «dass diese 28 Athleten für unschuldig erklärt worden sind».

Legende: Video Swiss-Ski-Direktor Wolf: «Entscheid ist sehr überraschend» abspielen. Laufzeit 00:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 01.02.2018.

Sendebezug: Radio SRF 3, Mittagsbulletin, 01.02.2018, 12:00 Uhr

17 Kommentare

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  • Kommentar von Ulrich Gurtner (Ueli Gurtner)
    Wann wird endlich das Anti-Doping System fallengelassen. Die Sportler werden doch nur missbraucht von alten unproffessionellen Maennern die ihr Pensionshobby ausueben oder von korrupten Sportfunktionaeren auf welcher Seite auch immer. Ausser CAS habe ich noch nicht viel Professionelles gefunden und WADA waere nichts mehr wert, wenn die Sportler nicht die Unschuld beweisen muessten. Zurueckgeworfen um Jahre: Da ist nur WADA selber schuld, wegen Dilettantismus und wenig Transparenz.
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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Was soll da überraschend sein ? Ahn,Legkow etc. konnte nicht eine einzige positive Doping Probe nachgewiesen werden. Besagter Alt Bundesrat hat nur eine Prüfung ohne jegliche Detailanalyse gemacht. Ergo kommt halt der Freispruch - das ist überhaupt nichts Neues bei der WADA die schon hunderte von Prozessen verloren hat. Deren fachliche Quote ist unterirdisch. In Rio wurden 50% der Testteilnehmer nicht getestet mangels Wada Konzeption.
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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (HoppSchwiiz)
    Wie hat Putin das geschafft?
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    1. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Mit Bestechung! Im grossen Stil.
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    2. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Er brauchte vermutlich überhaupt nichts zu tun. Es ist schwierig komplett wasserdichte Beweise in so einer Situation zu sammeln, und so kann es schon vorkommen dass ein Gericht wie der TAS zu einem andern Schluss kommt.
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    3. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Das sind schon Unterstellungen von sehr üblen Art! Wenn Sportler aus anderen Ländern dopen, gibt man auch nicht den Regierungen die Schuld dafür, oder es Staatsdoping sei. Diese Anschuldigungen gegenüber Russland ist politisch eingefärbt & ist eine weitere Taktik Russland & Putin in ein schlechtes Licht zu rücken. Auch für die Sportler in RU gilt die Unschuldvermutung, wie für alle anderen Sportler aus anderen Nationen auch.
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