Der Finalzug fährt ohne Büchel ab

Wie schon bei der WM 2015 verpasst Selina Büchel den Final des 800-m-Rennens. Vorwürfe sind deswegen fehl am Platz.

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Büchel dreht am Schluss noch auf

3:57 min, vom 19.8.2016

In 1:59:35 Minuten konnte Selina Büchel ihre starke Leistung aus dem Vorlauf bestätigen, war sie doch lediglich um 35 Hundertstel langsamer. Erst zum 6. Mal überhaupt blieb sie in ihrer Karriere unter der 2-Minuten-Marke.

Trotzdem fehlt die 25-Jährige bei der Medaillenvergabe am Samstag. Als Dritte ihrer umkämpften Halbfinal-Serie stützte sie ihre Hoffnung auf ein Weiterkommen als Lucky Loserin ab. Doch der folgende 3. Heat war deutlich zu schnell, so dass Büchel auf der Tribüne miterleben musste, wie sie noch aus den Traktanden fiel.

48 Hundertstel fehlten ihr am Ende für einen Platz in den Top 8.

«  Es war ein unruhiges Rennen, es wurde viel gerempelt. »

Selina Büchel

«Ich habe mein Bestes gegeben. Aber heute hat einfach das nötige Wettkampfglück gefehlt», bedauerte sie nach dem bitteren Verdikt. Im Vorlauf hatte sie noch mit der viertbesten Zeit geglänzt.

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Büchel: «Wir waren alle auf einem Haufen»

1:32 min, vom 19.8.2016

Auf den letzten Drücker war nicht gut genug

Lange Zeit war die Toggenburgerin auf den 2 vollen Bahnrunden eher schlecht positioniert und fand nicht aus dem Pulk heraus. «Es war ein unruhiges Rennen. Wir waren alle auf einem Haufen, entsprechend wurde viel gerempelt», resümierte sie.

Erst in einem packenden Schlussspurt konnte sich Büchel lösen und warf sich noch als Dritte ins Ziel. Trotzdem reichte dies in der Endabrechnung nicht.

Büchel nimmt von Rio gleichwohl die Erkenntnis mit, «dass ich in Topform bin». Bei ihren beiden Auftritten vor Heimpublikum in Lausanne und Zürich will sie nochmals den Beweis dafür liefern.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung