Die Aufholjagd kann beginnen

Die Schweizer Springreiter haben den Teamfinal erreicht, stehen dort aber mit dem Rücken zur Wand. Eine Medaille ist mit einem Exploit dennoch möglich.

Martin Fuchs springt mit seinem Schimmel in Rio über ein Hindernis. Im Hintergrund sind die Olympischen Ringe zu sehen.

Bildlegende: Martin Fuchs Ihm gelang im 1. Team-Durchgang ein Nuller. Keystone

Die Schweizer Equipe hat sich mit 8 Strafpunkten und dem 7. Platz für den Final der besten Acht im Nationenpreis qualifiziert. Mit 0 Strafpunkten liegen Gastgeber Brasilien, die Niederlande, die USA und Deutschland an der Spitze.

Brasilien und die Niederlande geschwächt

Vor allem die amerikanischen und die deutschen Reiter überzeugten und werden nur schwer zu schlagen sein. Die Niederländer und Brasilianer treten hingegen geschwächt zum Finaldurchgang an: Brasiliens Stephan de Freitas Barcha wurde wegen «übermässigem Sporeneinsatz» disqualifiziert. Und der Niederländer Jur Vrieling schied bereits zweimal aus und dürfte seinen «Zirocco Blue» kaum mehr satteln.

Nuller müssen her

Die Medaillen liegen für die Schweizer Equipe in Reichweite, auch wenn neben dem Top-Quartett noch die Franzosen (1 Strafpunkt) und Kanada (4) vor ihr liegen. Dazu braucht es aber mindestens 3 sauberen Runden für das Team um Equipenchef Andy Kistler und die anderen Equipen müssen patzen.

Alle vier Schweizer Reiter haben in Rio jeweils einen fehlerfreien Umgang gezeigt – Janika Sprunger und Steve Guerdat am Starttag; Romain Duguet und Martin Fuchs im 1. Teamdurchgang. Gelingt dies dem Quartett am Mittwoch gleichzeitig, sind die Medaillenchancen intakt.

Eine tadellose Leistung ist gefragt

Bereits an den Europameisterschaften im letzten Herbst in Aachen reichte es nach einem fuliminanten Schlussspurt noch für die Bronzemedaille. Doch es ist klar: Für die 4. olympische Teammedaille braucht es eine tadellose Teamleistung.

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Guerdat und Sprunger mit Fehlern

2:44 min, vom 16.8.2016

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie den Teamfinal am Mittwoch ab 14:55 Uhr auf SRF zwei und im Rio Player.

Im Einzel auf Kurs

Alle 4 Schweizer Reiter sind auf Kurs für den Einzelfinal. Am Mittwoch müssen sie einen Cut von 10 Reitern überstehen. Für den Einzelfinal am Freitag qualifizieren sich die 35 besten Paare. Pro Nation sind aber jeweils nur 3 Reiter startberechtigt.