Entfesselter Nino Schurter holt Gold

Die Revanche für London ist geglückt: Nino Schurter schlägt dem Olympiasieger von 2012 Jaroslav Kulhavy auf den letzten Kilometern ein Schnippchen und siegt am Ende überlegen.

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Nino Schurter rast zu Olympiagold

2:09 min, vom 21.8.2016

Kein Déjà-vu von London: Nino Schurter gewinnt diesmal den Zweikampf mit dem Tschechen Jaroslav Kulhavy, der ihn vor 4 Jahren im Schlusssprint übertrumpfen konnte.

Auf der 6. von 7 Runden lässt Schurter den mit ihm ausgerissenen Kontrahenten mit einem bärenstarken Antritt stehen und fährt nach 1:33.28 und 50 Sekunden Vorsprung solo ins Ziel. Für den fünffachen Weltmeister ist es bereits die 3. olympische Medaille nach Bronze in Peking und Silber in London, insgesamt ist es die 200. Schweizer Medaille an Olympischen Spielen seit 1896.

Ein starker Aufstieg reicht

Nach einer von Schurter kontrollierten Startphase kann sich der Schweizer auf der 2. Runde zusammen mit Kulhavy absetzen. Bald schon ist auch klar, dass Julien Absalon, der 3. des Topfavoriten-Trios, nicht mit den Schnellsten mithalten kann.

Nino Schurter

Bildlegende: Alles unter Kontrolle Nino Schurter vor den weiteren Medaillengewinnern. Getty Images

In den Abfahrten des rund 5 Kilometer langen Rundkurses kann Schurter jeweils einige Sekunden herausfahren, Kulhavy kann die Lücken aber immer wieder schliessen. Bis zur zweitletzten Runde: Schurter drückt in einem Aufstieg aufs Tempo und fährt innert Sekunden einen komfortablen Vorsprung heraus.

Das Podest komplettiert der Spanier Carlos Coloma Nicolas, der sich gegen Maxime Marotte (F) durchsetzt.

Diplom für Flückiger – Forster mit Knieverletzung

Ein starkes Rennen fährt auch Mathias Flückiger. Der 27-Jährige aus dem Oberaargau sichert sich mit dem 6. Schlussrang ein olympisches Diplom. Der St. Galler Lars Forster stürzte in der Schlussphase und zog sich eine Wunde am Knie zu, die genäht werden musste. Nach kurzer Behandlung konnte er aber das Spital wieder verlassen.

Bittere Pille für «Fremdgeher» Sagan

Eigentlich im Strassenrennsport zu Hause, hat sich Weltmeister Peter Sagan in Rio aufs Mountainbike geschwungen. Gleich zu Beginn prescht der als Letzter gestartete Slowake auf den 3. Zwischenrang vor. Nach einer Viertelstunde ist Sagan allerdings im Pech: Ein platter Reifen zwingt ihn in die Reparatur-Zone, er verliert viel Zeit. Nach einem weiteren Defekt muss er das Rennen gar aufgeben.

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung

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Vater zu Schurter: «Jetzt bist Du im Olymp angekommen»

2:00 min, vom 22.8.2016