Nächste Absage: Auch Wawrinka nicht nach Rio

Die Absageflut nimmt kein Ende: Nach Roger Federer und Belinda Bencic hat die nächste Schweizer Medaillenhoffnung Forfait erklärt. Stan Wawrinka wird nicht an die Olympischen Spiele nach Rio de Janeiro reisen.

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Auch Wawrinka muss auf Olympia verzichten

2:48 min, aus sportaktuell vom 2.8.2016

  • Verletzung: Stan Wawrinka erklärte, er leide unter Schmerzen, die während des Turniers in Toronto schlimmer geworden seien.
  • Rumpfteam: Die Schweizer Delegation ist im Tennis in Rio somit nur noch mit Timea Bacsinszky und Martina Hingis vertreten.
  • Top 10 schrumpft: Nach Roger Federer, Milos Raonic, Tomas Berdych und Dominic Thiem ist Wawrinka bereits der 5. Top-10-Spieler, der definitiv auf Rio verzichtet.
«  Ich bin sehr traurig. »

Wawrinka reiste nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen Kei Nishikori in die Schweiz zurück und liess sich untersuchen. Bei einer MRI-Untersuchung stellten die Ärzte lokale Überbeanspruchungen fest und rieten zu einer Pause von noch unbestimmter Länge. Gerüchten zufolge handelt es sich um Probleme im Rücken, bestätigt wurde dies jedoch nicht.

«Ich bin sehr traurig, denn ich hätte nach Peking und London gerne meine dritten Olympischen Spiele in Brasilien miterlebt. Leider wird das nun nicht möglich sein. Ich wünsche allen Schweizer Athleten, die ich natürlich unterstütze, viel Glück in Rio», liess der Lausanner verlauten.

Enttäuschungen im Einzel an Olympia

2008 hatte er in Peking an der Seite Federers Gold im Doppel gewonnen. Daneben setzte es für den Schweizer bei Olympia aber auch Enttäuschungen ab. Im Einzel scheiterte er 2008 in der 2. Runde (gegen Jürgen Melzer) und 2012 gleich zum Auftakt (gegen Andy Murray). Vor vier Jahren verloren Federer/Wawrinka als Titelverteidiger auch im Doppel bereits in der 2. Runde.

Nur noch mit Rumpfteam in Rio

Die Schweiz, die ursprünglich das maximale Kontingent von 6 Spielerinnen und Spielern ausschöpfen wollte und auf mehrere Medaillen hoffte, ist nun nur noch mit einem Rumpfteam in Rio präsent. Bei den Männern ist die vermeintliche Grossmacht gar nicht mehr am Start, bei den Frauen nur mit Timea Bacsinszky (Einzel und Doppel) und Martina Hingis (Doppel).

Sendebezug: Laufende (Vor-) Berichterstattung zu Olympia in Rio