Pech und Drama in Rio

Die Olympischen Spiele haben bereits einige Opfer gefordert. Für diese Athleten bedeuteten die Wettkämpfe vor allem Schmerz und Tränen.

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      Andreas Toba: trotz Kreuzbandriss weitergeturnt
      Andreas Toba weint mit Betreuern

      Bildlegende: War untröstlich Der verletzte Andreas Toba musste kapitulieren. Keystone

      Turner sind harte Landungen gewohnt. Für den deutschen Mehrkampfmeister Andreas Toba hatte eine solche aber böse Folgen: Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der 25-Jährige in der Qualifikation am Boden liegen, hielt sich das rechte Knie. Diagnose Kreuzbandriss. Und was machte Toba? Er turnte einfach weiter – und wird mit der besten deutschen Teilwertung am Seitpferd belohnt. Dann musste er unter Tränen doch aufhören. Die 8000 Zuschauer honorierten es mit Applaus. Deutschland steht dank Rang 8 im Final. Für Toba sind die Spiele aber vorbei.

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      Ait Said: Fast nicht zu ertragen
      Samir Ait Said.

      Bildlegende: Bitterer Abgang Samir Ait Said. Keystone

      Ein Bild hat in Rio für Rufe des Entsetzens gesorgt. Der französische Turner Samir Ait Said zog sich eine schwere Verletzung zu. Der zweifache Europameister kam so unglücklich auf dem linken Bein auf, dass der Unterschenkel quer stand. Minutenlang blieb er auf der Matte liegen. Als der 26-Jährige anschliessend mit provisorisch geschientem linken Bein auf der Trage lag und in einen Krankenwagen geschoben werden sollte, liessen die Sanitäter auch noch die Trage fallen. Said wurde bereits erfolgreich operiert.

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      Nibali, Henao und Porte: Adeus, Rio!
      Video «Sturz in der Spitzengruppe kurz vor dem Ziel» abspielen

      Nibali und Henao stürzen kurz vor dem Ziel

      0:34 min, vom 6.8.2016

      Der Italiener Vincenzo Nibali erlitt im Strassenrennen vom Samstag bei seinem Sturz 12 km vor dem Ziel einen Schlüsselbeinbruch und musste nach Hause reisen. Der Kolumbianer Sergio Henao, das zweite Opfer des Spitzentrios, zog sich einen Beckenbruch und ein Brustkorbtrauma zu. Der Australier Richie Porte fällt mit einem Bruch des rechten Schulterblattes sowie Abschürfungen und Prellungen aus.

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      Noch ein deutsches Drama: Browns Tränen
      Dustin Brown liegt am Boden, Bellucci bückt sich über ihn

      Bildlegende: Faire Geste Tomaz Bellucci erkundigt sich nach dem Zustand von Dustin Brown. Imago

      Der deutsche Tennisprofi Dustin Brown musste in seinem Erstrundenmatch aufgeben. Bei einem Netzangriff beim Stand von 6:4, 4:4 (15:40) aus seiner Sicht gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci knickte die Weltnummer 86 um. Diagnose: Knöchelverletzung. Als Brown auf dem Boden liegen blieb, eilte sein Kontrahent zu Hilfe auf die andere Seite des Netzes. Der 31-Jährige versuchte es noch einmal, ehe er weinend und humpelnd seine Aufgabe signalisierte.