Schweizer Team springt am Podest vorbei

Die Schweizer Springreit-Equipe hat beim Team-Bewerb mit dem 6. Schlussrang eine olympische Medaille verpasst. Gold ging an Frankreich.

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Schweizer Aufholjagd im Team-Event missglückt

1:11 min, vom 17.8.2016

Mit 8 Strafpunkten war das Schweizer Team in die 2. Runde des Team-Bewerbs gestartet. Eine zu grosse Hypothek: Janika Sprunger, Romain Duguet, Martin Fuchs und Steve Guerdat konnten den Rückstand nicht wettmachen und wurden Sechste.

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Janika Sprunger mit einem Zeitfehler im 2. Durchgang

1:51 min, vom 17.8.2016

Starker Start von Sprunger

Sprunger zeigte als Startreiterin einen tadellosen Durchgang und kassierte lediglich einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd lebte auf im Schweizer Lager.

Doch sowohl Duguet als auch Fuchs hatten mit einem Abwurf und einer Zeitstrafe je 5 Punkte zu beklagen. Bereits vor Guerdats Ein-Fehler-Ritt (Zeitstrafe) waren die Medaillenträume deshalb ausgeträumt.

Frankreich souverän

Gold gewannen die souveränen Franzosen – 40 Jahre nach ihrem letzten Olympia-Sieg im Teamwettkampf. Nach 3 Reitern und insgesamt nur 3 Strafpunkten stand Frankreich bereits als Sieger fest. Silber holten die USA mit 5 Strafpunkten. Den Bronzeplatz sicherte sich Deutschland dank 3 fehlerfreien Ritten im Stechen gegen Kanada.

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Team-Chef Kistler: «Ein absolutes Horror-Szenario»

2:27 min, vom 17.8.2016

Kistler vor schwierigem Entscheid

Der Wettkampf zählte neben der Team-Entscheidung gleichzeitig für den Finaleinzug in der Einzelwertung. Alle 4 Schweizer Teammitglieder qualifizierten sich punktemässig für die Entscheidungsrunde der besten 35 Reiterinnen und Reiter. Weil aber nur 3 Athleten pro Nation startberechtigt sind, hat Equipenchef Andy Kistler vor dem Final am Freitag die Qual der Wahl.

Sprunger macht Ausbootung publik

In einem ausführlichen Facebook-Posting hat Sprunger Kistlers Entscheidung schon einmal vorweggenommen. Darin schreibt sie, dass sie und ihr Pferd Bonne Chance im Einzelfinal nicht zum Zug kommen würden, natürlich ist der Frust der Amazone darüber zwischen den Zeilen zu lesen.

Kistler wollte auf SRF-Anfrage diese Nachricht nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass er sich erst am Donnerstag über die erfolgte Nomination äussern würde.

Sprunger macht den Entscheid publik

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung