Serbien mehr als nur Statist gegen US-Stars?

Im WM-Final vor zwei Jahren gingen die serbischen Basketballer gegen die USA sang- und klanglos unter. Am Sonntag könnte es im Olympia-Final eine engere Angelegenheit werden.

US-Star Kevin Durant wirft einen Dreier.

Bildlegende: Wie treffsicher ist er im Final? US-Star Kevin Durant. Imago

Aus Sicht der Serben ist am Sonntagabend (20:45 Uhr) Revanche angesagt. Revanche für die deutliche Niederlage, welche die Serben im Final der WM 2014 erlitten hatten. Damals unterlagen sie den USA klar mit 92:129.

Lange Durststrecke der Serben

Die Voraussetzungen für den Final könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite das mit NBA-Stars gespickte US-Team, das seinen 3. Olympiasieg in Folge anstrebt und für das alles andere als Gold einer herben Enttäuschung gleichkäme.

Auf der anderen Seite die Serben, die seit 1996 auf eine Medaille an Sommerspielen warten. In Atlanta hatte das damalige Rest-Jugoslawien die bisher letzte Medaille eines Balkanstaates geholt. Nach einer Niederlage gegen die USA war es Silber.

Zwei Dinge, die Mut machen

Wenn auch die USA als Favorit in den Final starten werden, gibt es doch zwei Dinge, welche den Serben Mut machen dürften:

  • Die beiden Finalisten standen sich in Rio bereits in der Vorrunde gegenüber. Mit 94:91 fiel der Sieg der Amerikaner knapp aus.
  • Im Halbfinal gegen Australien (87:61) lieferte Serbien eine tadellose Leistung ab und zeigte dabei keinerlei Schwächen.

Wollen die Serben gegen die USA eine Chance haben, werden sie sich wohl nochmals steigern müssen. Denn eines steht fest: Mit ihren überragenden Einzelspielern sind die Amerikaner fähig, jederzeit den Unterschied zu machen.

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USA und Serbien im Basketball-Final der Männer

1:45 min, vom 20.8.2016

Sendebezug: Laufende Olympia-Berichterstattung