Turmspringer erleben ihr grünes Wunder

Das Wasser im Maria Lenk Aquatics Center von Rio hat sich am Dienstag grün verfärbt. Die Organisatoren standen zunächst vor einem Rätsel.

Das Maria Lenk Aquatic Center in Rio.

Bildlegende: Frappanter Unterschied Das Wasser in den beiden Becken im Maria Lenk Aquatic Center in Rio. Keystone

Bei den olympischen Turmspring-Wettbewerben stach am 4. Wettkampftag vor allem etwas ins Auge: Das grüne Wasser im Becken. Die Organisatoren standen zunächst vor einem Rätsel, schlossen aber eine gesundheitliche Gefährdung aus. Der Frauen-Final im Synchronspringen konnte wie geplant ausgetragen werden.

Video «Turmspring-Becken erstrahlt in grün» abspielen

Turmspring-Becken erstrahlt in grün

0:42 min, vom 10.8.2016

Algen-Theorie oder defekter Filter?

Die Britin Tonia Couch sagte nach dem Einspringen der Times, das Wasser sei so grün, sie habe nach dem Eintauchen ihre Sprungpartnerin Lois Toulson nicht mehr sehen können.

«  Die Wasserqualität ist getestet worden, und es gibt keine Risiken für die Athleten. Wir untersuchen den Fall. »

Mario Andrada
Sprecher des Organisationskomitees

Zumindest einer hatte schnell eine Theorie, wie es über Nacht zu dem sonderbaren Phänomen gekommen sein könnte: Der kanadische Teamchef Mitch Geller vermutete, dass die grüne Farbe durch Algen entstanden sei. Laut Angaben des Weltverbandes FINA könnte ein defekter Wasserfilter Ursache für die Verfärbung sein. Dieser Erklärungsansatz scheint plausibler.