Ungewöhnliche Olympia-Geschichten: Vom Volunteer zur Athletin

Joana Costa hat mit 35 Jahren einen frappanten Aufstieg hinter sich – und steht deshalb bei Olympia im Stabhochsprung am Start. Ihr ursprünglicher Plan: Sie wollte ihre Heimspiele als Volunteer und Fan begleiten.

Joana Costa in Jubelpose.

Bildlegende: Joana Costa Die Brasilianerin ist schon vor ihrer Olympiapremiere eine Siegerin. Getty Images

Joana Costa war bereits als einer von 70'000 Volunteers, die den Grossevent dank ihrer Freiwilligenarbeit stemmen, eingeteilt. Die 35-Jährige hatte sich auch mit Karten für die Qualifikation im Stabhochsprung der Männer und Frauen eingedeckt.

«Ich wollte meine Landsfrau Fabiana Murer im Stadion unterstützen», sagte Costa. Doch diese Pläne wurden nun durchkreuzt.

Überflüssige Eintrittstickets – ein Luxusproblem

So schaffte die frühere Gymnasiastin im Alter von 35 Jahren völlig überraschend die Qualifikation im Stabhochsprung für eine Olympiateilnahme. Mit einem Sprung über 4,50 Meter kam sie zur unverhofften Premiere. «Davon habe ich mein ganzes Leben lang geträumt», schwärmt sie. Bei ihrem Einsatz am 16. August wird sie auf die Schweizerinnen Nicole Büchler und Angelica Moser treffen.

Bei diesen Aussichten konnte Costa verschmerzen, dass sie ihre ergatterten Tickets wieder loswerden musste. «Meine Familie wird nun einige der Karten nutzen, um mir auf den Zuschauerrängen die Daumen zu drücken», sagte sie mit einem Schmunzeln.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu Olympia in Rio