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Slalom-Gold nach Norwegen – Schweizer gehen leer aus
Aus Sport-Clip vom 21.02.2021.
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WM-Slalom der Männer Foss-Solevaag neuer Slalom-Weltmeister – Yule wird 5.

Sebastian Foss-Solevaag gewinnt in Cortina d'Ampezzo die Goldmedaille im WM-Slalom. Daniel Yule überzeugt als 5.

Das Podest

  • 1. Sebastian Foss-Solevaag (NOR) 1:46,48 Minuten
  • 2. Adrian Pertl (AUT) +0,21 Sekunden
  • 3. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,46

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So war es auch beim letzten Rennen der alpinen Skiweltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo, dem Slalom der Männer. Mit Sebastian Foss-Solevaag, Adrian Pertl und Henrik Kristoffersen standen 3 Athleten auf dem Podest, denen man zwar einen Erfolg zugetraut hatte, die aber nicht zu den absoluten Top-Favoriten gehört hatten.

Foss-Solevaag, der nach dem 1. Lauf noch Dritter gewesen war, sicherte sich als 1. Norweger seit 24 Jahren WM-Gold im Slalom. Während Pertl am Nachmittag noch einen Platz verlor, machte Kristoffersen 3 Ränge gut.

Saisonbestleistung von Yule

Bester Schweizer war Daniel Yule auf dem 5. Schlussrang. Der 28-Jährige verbesserte sich im 2. Durchgang dank einer angriffigen Fahrt um 4 Plätze und durfte sich über das beste Resultat in diesem für ihn schwierigen Winter freuen.

Bitter endete das Rennen für Marco Schwarz. Der Österreicher war als grosser Favorit ins Rennen gegangen. Nach Zwischenrang 8 zur Halbzeit griff der Führende des Slalom-Weltcups am Nachmittag voll an, blieb im Mittelteil aber hängen.

Enttäuschung für Zenhäusern

Ramon Zenhäusern absolvierte den 1. Durchgang bei seinem einzigen WM-Auftritt mit angezogener Handbremse. Der Walliser kam nie richtig in Fahrt und musste sich zur Halbzeit mit einem Rückstand von 1,65 Sekunden mit dem 21. Zwischenrang zufriedengeben. Im Final verbesserte er sich noch auf Rang 11.

Für Zenhäusern kam erschwerend hinzu, dass er als 21. nicht wie normalerweise im Weltcup früh in den 2. Lauf starten konnte. Da im Vorfeld hohe Temperaturen am Nachmittag erwartet worden waren, entschied sich die FIS dazu, den 2. Durchgang in geänderter Reihenfolge durchzuführen.

Mit Luke Winters konnte der 15. des 1. Laufs am Nachmittag eröffnen. Erst nachdem die Top 15 ihren Lauf absolviert hatte, durften sich die restlichen Fahrer noch einmal auf der Piste beweisen.

Die weiteren Schweizer

Für die beiden anderen Fahrer des Swiss-Ski-Teams war der Slalom bereits am Morgen zu Ende. Loïc Meillard, der an dieser WM ein beeindruckendes Programm absolviert hatte, schied mit hervorragender Zwischenzeit aus. Nach verhaltenem Start brachte auch Luca Aerni seinen Lauf nicht ins Ziel.

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Meillard und Aerni bringen ihre Läufe nicht runter
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Irritation nach FIS-Entscheid

Der Entscheid der FIS, den 2. Lauf in geänderter Reihenfolge durchzuführen, wurde unter anderem von Ivica Kostelic hart kritisiert, Link öffnet in einem neuen Fenster. Erstens hatten sich die verschiedenen Pisten in Cortina in den vergangenen Tagen trotz ähnlichen Temperaturen am Nachmittag meistens in einem gutem Zustand gezeigt. So konnte beispielsweise Katharina Liensberger am Samstag als Letzte des 2. Durchgangs die Laufbestzeit aufstellen.

Zweitens wäre ein Ergebnis wie am Sonntagmorgen, wo zahlreiche schwächer einzustufende Athleten starke Zeiten rausfuhren, auf einer Piste, die schnell abbaut, wohl kaum möglich gewesen. So mussten die Fahrer ausserhalb der Top 15 hinnehmen, dass das Rennen für sie bereits nach dem Morgen gelaufen war.

SRF zwei, sportlive, 21.02.2021, 13:10 Uhr;

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Wanda  (pplw1)
    Sowohl im Slalom als auch im RS war der Top-Favorit kein Schweizer und auch die Konkurrenz für Podiumsplätze war sehr stark. Das man in einer solche Situation and und über sein Limit geht ist die richtige Strategie. Dieses Mal ist sie nicht aufgegangen aber das Selbe gilt für den RS und S Top-Favoriten. Beide schieden in ebenfalls aus.
    Die sehr hohen Erwartungen von den Fans an das Männer Team haben aus meiner Sicht die Qualität der Konkurrenz stark unterschätzt.
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Richtig. In keiner dieser Disziplinen war eine Medaille "reserviert". Dazu ist die Spitze international im Moment zu breit.
  • Kommentar von Beat Vogel  (birdee111)
    Da sind sich wohl unsere 'Skiasse" selber im Wege gestanden, oder haben Sich schon auf dem Podest gesehen.
    Ich vermute mal, dass ihnen die Nervosität einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Nur wenige unserer "Skiasse" können damit gut umgehen, man sieht's an den Resultaten . Schade trotzdem für den ganzen Aufwand.
  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Die Österreicher waren punktgenau in Topform, so geht wirklicher Leistungssport. Das Team der Schweiz hat zu 90% die Rennen verschlafen und sich z.T. komplett blamiert. Ich war nach der Herrenabfahrt der Ansicht man müsse sich keine Rennen anschauen, da Swiss Ski nichts Gescheites zeigen wird, ich behielt recht. Nun wird es sich auch im WC so ergeben, dass Swiss Ski nichts mehr Zählbares runterbringt und am Ende werden sie mit komplett leeren Händen dastehen, vielleicht bis auf Lara Gut.
    1. Antwort von Andreas Hug  (AndiHug)
      Herr Kohler, aus ihnen spricht doch nur der Frust.
      Die erste woche war Top die Zweite eher Flop.
      Die ganze Männer WM war von peinlichkeiten kaum zu überbieten.
      Heute auch noch die ersten 15 umdrehen. das sah man 20 Jahre nicht mehr, aber ausgerechnet an der WM.
      Ich bin froh ist die WM zu Ende und normale Rennen können wieder stattfinden.
      Der Kampf um die Kugeln geht jetzt weiter.
      Hopp Schwiz!!!
    2. Antwort von Beat Vogel  (birdee111)
      Nun da hat U. Lehmann schon Recht, Swiss Ski ist eine Organisation aus Pfeifen. Umso bewundernswerter die Leistungen Der Frauen, Chapeau ! Aber warum die Englische Bezeichnung Swiss Ski, gäbe es da nicht bessere deutsche Benamsungen. Oder will man mit englischer B. mehr sein (gelten) Die Resultate hingegen.......
    3. Antwort von Fäbsi Amon  (F.Am2003)
      Nein im Weltcup werden sie wieder vorne sein da haben sie nicht diesen Druck das war das Problem....Aufgabe zur nächsten WM:Athleten müssen besser darauf eingestellt werden
    4. Antwort von Jo Egli  (Jolly)
      Am meisten Medaillen aller, eine der besten WM der CH aller Zeiten. Der Kohler spricht von komplett blamiert, momol Herr Kohler Sie verstehen was von Skisport ! So geht Leistungsschwachsinn Kommentar schreiben
    5. Antwort von Beat Heuberger  (Beat Heuberger)
      Ich weiss auch nicht lieber Herr Vogel warum man aus Schweiz Swiss - oder aus ihrem Namen birdee machen sollte ;-)
    6. Antwort von markus kohler  (nonickname)
      Ich ärgere mich für die Athleten. Der Trainerstab bringt es nicht fertig die Athleten auf den Punkt in Form zu bringen. Wie man es richtig macht zeigt Österreich wieder und wieder. Aber statt von den Besten zu lernen bleiben sie bei ihren veralteten und rigiden Konzepten. So wird auch Odermatts Karriere ruiniert werden.