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Misstöne nach Präsidentenwahl FIS nach TAS-Beschwerde unbeeindruckt

Die FIS blickt der Anfechtung der Wahl ihres Präsidenten Johan Eliasch vor dem Internationalen Sportgerichtshof TAS gelassen entgegen.

FIS-Präsident Johan Eliasch
Legende: Seine Wiederwahl gibt zu reden FIS-Präsident Johan Eliasch Keystone / GIAN EHRENZELLER

Der Internationale Ski- und Snowboardverband sei zuversichtlich, dass die Verfahren auf dem Kongress in strikter Übereinstimmung mit den FIS-Statuten und dem Schweizer Recht abgehalten wurden. Das sei von den Rechtsberatern bestätigt worden, heisst es in einem Schreiben des Weltverbandes.

«Darüber glaubt die FIS, dass die von den vier nationalen Mitgliedsverbänden vorgebrachten Anschuldigungen völlig unbegründet sind.» Für die Präsidentenwahl hätte kein nationaler Mitgliedsverband einen Gegenkandidaten vorgeschlagen.

Beschwerde von vier Verbänden

Der Schweizer Skiverband geht gegen die Wahl von Eliasch gemeinsam mit den Verbänden von Österreich, Deutschland und Kroatien vor. Die Kläger monieren, dass die demokratischen Grundsätze bei der Bestätigungswahl im Rahmen des 53. FIS-Kongresses in Mailand unterwandert worden seien.

Die 126 Verbände hätten keine Wahl gehabt, sondern beim allerdings ohnehin einzigen Kandidaten lediglich für Eliasch votieren oder sich enthalten können. Andernfalls waren die Stimmen ungültig. Aus den 70 Stimmen für den umstrittenen Schweden, der im Vorjahr die Nachfolge von Gian-Franco Kasper angetreten hat, ergab sich so ein Resultat von 100 Prozent.

Video
Archiv: Skiverbände rufen TAS wegen Eliasch-Wiederwahl an
Aus Sport-Clip vom 17.06.2022.
abspielen. Laufzeit 27 Sekunden.

SRF zwei, sportflash, 17.06.22, 22:50 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Almen  (Hans (John) Almen)
    Geldgier und die Aussichten auf attraktive Reformen haben bei der Erstwahl offenbar viele Delegierte geblendet, nennen wir diese mal Zauberlehrlinge. Der im letzten Jahr von einer Mehrheit gewählte Heilsbringer, hat sich nun als unliebsamer Boss mit autokratischem Führungsstil entpuppt.

    Herr und Meister! hör mich rufen!
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister
    werd ich nun nicht los.

    Nun wird ein Meister gesucht, der den Besen in die Ecke stellt
  • Kommentar von Walter A. Gut  (WaGu)
    Unverständlich dass diese Präsidien immer wieder von alten Männern besetzt werden, statt von jüngeren, welche noch nah beim Sport sind und es dürfte auch mal eine Frau sein. Da würden wahrscheinlich solche Querelen wegfallen und der eigentlichen Sache, hier dem Schneesport nützlichch sein.
  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    Von aussen betrachtet sieht es so aus, als wäre die "Wiederwahl" von Eliasch in Übereinstimmung mit dem Wortlaut der massgebenden Regeln der FIS erfolgt, da ja keine Gegenkandidatur vorgeschlagen wurde. Das Internationale Schiedsgericht für Sport (TAS) muss wohl prüfen, ob ein sogenannter Rechtsmissbrauch passiert ist, und/oder ob die Regeln eine sogenannte Lücke haben, die anders gefüllt werden müsste. Beide Varianten kommen eher selten zum Tragen. Warten wir ab, ob es eine Überraschung gibt!