Zum Inhalt springen

Schladming 2013 Die Suche nach dem Exploit

Das Schweizer Männer-Team hat beim WM-Super-G in Schladming nichts zu verlieren. Nach der historischen Schlappe von Kitzbühel können die Swiss-Ski-Athleten ohne Druck antreten. Gold führt über den Norweger Aksel Svindal.

Carlo Janka weiss, dass der Super-G nicht seine Paradedisziplin ist.
Legende: Kritisch Carlo Janka weiss, dass der Super-G nicht seine Paradedisziplin ist. Keystone

Es war der 25. November 2012, der 1. Super-G des Winters: Patrick Küng klassierte sich nur 8 Monate nach seinem Kreuzbandriss auf Rang 10 und war bester Schweizer. Es blieb bis zur WM die Bestklassierung der Schweizer Männer im Super-G.

Die folgenden 3 Super-G-Rennen brachten nur noch Ernüchterung. Der Tiefpunkt kam in Kitzbühel. Die 7 Schweizer belegten Plätze zwischen Rang 29 und 38. So schlecht war man noch gar nie. Deshalb sagt Chef-Trainer Osi Inglin vor dem WM-Auftakt der Männer: «Wir können nicht davon ausgehen, ganz nach vorne zu fahren. Die Ausgangslage ist klar: Wir benötigen einen Exploit.»

Kein Druck und nichts zu verlieren

Es ist die Hoffnung auf die ganze grosse Überraschung, die das Schweizer Männer-Team antreibt. Denn: «Zu verlieren haben wir gar nichts», sagt Silvan Zurbriggen. Ins gleiche Horn bläst Didier Défago: «Der Druck ist sehr klein, schlimmer kann es nicht mehr kommen.» Auch für SRF-Experte Bernhard Russi ist klar, dass für die Schweizer kein Erfolgsdruck vorhanden sei. «Eine tiefe Startnummer im Super-G wäre sicher ein Vorteil.»

Derweil macht sich Carlo Janka, der 4. Schweizer Starter, anderweitig Hoffnung: «Ich habe an Grossanlässen schon Erfahrungen gesammelt. Das kann mir hier helfen». Aber er sagt auch: «Es ist nicht meine Parade-Disziplin, ich habe noch nie einen Super-G gewonnen.»

Svindal - wer sonst?

Zu den Medaillenkandidaten gehören andere, als Gold-Favorit gilt Aksel Svindal. Der Norweger ist im Super-G der Dominator des Winters: 4 Rennen, 3 Siege und einmal Zweiter. Er ist Olympiasieger und 4-facher Weltmeister, aber WM-Gold im Super-G fehlt noch im Palmarès. Die Rolle als Favorit betrachtet der Norweger als «positiven Stempel. Das gibt zusätzliches Adrenalin.»

Auch für Russi gehört Svindal zu den Top-Favoriten, doch er betont: «Auf diesem Hang weiss man nie, man sah es beim Weltcup-Final im letzten Jahr.» Da der Super-G wohl mehr «drehen» werde als normal, dürfe ein Ted Ligety nicht vergessen werden. «Und die Italiener müssen wir die ganze WM über im Auge behalten.»

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF-zwei überträgt den WM-Super-G der Herren aus Schladming ab 10.30 Uhr live. Sie können das Rennen auch hier im Livestream mitverfolgen.

8 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter, Luzern
    Ist ja zum lachen wie die Schweizer fahren... Haben die überhaupt Skies unter den Füssen! Ich im Alter von 89 Jahre und meine Frau fährt besser Skies mit den Holzläden und Stöcken!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adrian, Oberegg
    Die Schweizer Männer werden wohl kaum etwas erreichen, doch sollte man mit dieser schwarzmalerei aufhören! Schliesslich haben die Schweizer Frauen gestern eine sehr gute Leistung gezeigt, wir sollten uns besser einmal an dem erfreuen anstatt wieder über die Männer herumzuheulen! Und das sich die anderen Topfahrerinnnen ( Maze holte ja Gold, glaube sie gehört auch zu den Topfahrerinnnen ;) ) den Kurs nicht merken konnten, da kann Swiss-Ski nun wirklich nichts dafür !
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hugo, Luzern
    Das wird gar nichts. Die Schweizer haben ihr sämtliches Geld bereits gestern der FIS gespendet! Sonst wäre da draus gar nichts geworden! War ja offensichtlich, sonst wären nicht alle Topfahrer am Tor vorbeigefahren.... Die Schweizerinnen hatten ein Freeticket, trotzdem haben es nicht alle geschafft! Peinlich!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen