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Schladming 2013 Geheimfavorit Ligety holt Gold im Super-G

Ted Ligety hat die Goldmedaille im WM-Super-G von Schladming geholt. Der Amerikaner sicherte sich den Weltmeistertitel vor Gauthier de Tessières. Top-Favorit Aksel Svindal wurde Dritter. Ein Exploit der Schweizer blieb aus.

Legende: Video «Super-G der Männer («schladming aktuell»)» abspielen. Laufzeit 4:13 Minuten.
Vom 06.02.2013.

Ted Ligety stand erst einmal in seiner Karriere auf dem Super-G-Podest, dennoch zählte der 28-Jährige zu den Geheimfavoriten auf Gold im technisch anspruchsvollen Super-G. «Die Strecke hatte ein paar technische Abschnitte, das kam mir definitiv entgegen», sagte der strahlende Sieger im Ziel. «Aber es war trotzdem ein schwieriges Rennen, weil die Schnee- und Lichtbedingungen nicht optimal waren.»

Das Märchen von De Tessières

Ligety kam der mit vielen Richtungsänderungen ausgesteckte Kurs vor allem im unteren Streckenteil gelegen, wo er praktisch fehlerlos blieb und die entscheidende Differenz schuf. Der Amerikaner, der vor 2 Jahren den WM-Titel im Riesenslalom geholt hatte, setzte sich 0,20 Sekunden vor dem Überraschungsmann Gauthier de Tessières durch. Der Franzose war nur für den Start berechtigt, weil sich Johan Clarey unmittelbar vor der WM verletzt hatte.

«Es ist unglaublich. Vor 5 Tagen sass ich noch zuhause, weil mir gesagt wurde, dass ich mich nicht für die WM qualifiziert hätte. Nun habe ich eine Medaille, das ist wohl Schicksal. Es ist wie ein Traum», konnte der 31-Jährige, der seine 1. Medaille an einem Grossanlass gewann, sein Glück kaum fassen.

Svindal mit Fehler vor Ziel

Aksel Svindal, der mit Startnummer 22 als letzter der grossen Favoriten an den Start ging, blieb bis in den Zielhang gleichauf mit Ligety. Dort unterlief dem Norweger aber ein kapitaler Fehler, der ihm wohl die Goldmedaille kostete. Der vierfache Weltmeister verpasste die Silbermedaille schliesslich um 0,02 Sekunden.

Schweizer ohne Exploit - Zurbriggen disqualifiziert

Der aus Schweizer Sicht erhoffte Exploit blieb aus. Bester Swiss-Ski-Fahrer wäre Silvan Zurbriggen mit 1,36 Sekunden Rückstand auf Platz 11 gewesen. Der Walliser wurde jedoch nachträglich von der Rennleitung disqualifiziert, weil einer seiner Skis eine zu hohe Bindungsplatte aufwies.

Somit taucht Patrick Küng auf dem 18. Rang als bester Swiss-Ski-Athlet im Klassement auf. Der Glarner büsste 1,92 Sekunden auf die Bestzeit von Ligety ein. Auch Carlo Janka (+2,77/25.) und Didier Défago (+2,85/26.) verloren viel Zeit.

Österreich wartet noch immer auf eine Medaille

Eine Enttäuschung setzte es auch für die Österreicher ab. Das ÖSV-Team wartet auch nach dem 2. Rennen an der Heim-WM weiterhin auf eine Medaille. Hannes Reichelt (4.) und Matthias Mayer (5.) verpassten das Podest jedoch nur knapp.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Christine, Bern
    Wieso sollen sich unsere Fahrer an den Rennen anstrengen,die Firmen unterstützen sie so oder so finanziell,sie erhalten noch ein Auto zur Verfügung, und reisen kostenlos um die Welt.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Es gibt hier tatsächlich Blogger, die meinen, es habe heute ein Riesenslalom stattgefunden, der dem Spezialisten Ted Ligety entgegenkam. Ich kann euch versichern, dass es tatsächlich ein Super-G war, auch der untere Teil, der angeblich wie ein Riesenslalom ausgesteckt war. Wer wirklich etwas vom Skirennsport versteht, weiss sehr wohl, dass die Riesenslalom-Tore viel enger gesteckt werden. Ted Ligety ist der verdiente Sieger, weil halt ER die beste Linie gefunden hat.
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  • Kommentar von Michael, Arosa
    Schwache Schweizer Amateurskifahrer, das gleiche gilt für die Verbandsspitze von Swiss Ski, ersetzt endlich mal Dirk Beisel und die andern.
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