Holdener und Gisin: Zu verhalten für den Exploit

Die beiden jungen Schweizerinnen Wendy Holdener und Michelle Gisin zeigten beim WM-Slalom von Schladming solide Leistungen. Der Exploit, den sie benötigt hätten, um ganz in die Weltspitze zu fahren, blieb aus.

Wendy Holdener unterstrich in Schladming einmal mehr ihre grosse Konstanz. Die 19-jährige Schwyzerin war in 7 Weltcup-Slaloms immer ins Ziel gekommen und hatte stets eine Klassierung zwischen 9 und 17 belegt. Exakt in diesem Rahmen bewegte sie sich nun auch im wichtigsten Rennen der Saison.

Holdener: «Fuhr zu verhalten»

Um den grossen Coup zu landen, sprich um die Medaillen mitzufahren, hätte Holdener bei der WM einen Exploit benötigt. Der Swiss-Ski-Athletin gelang es jedoch nicht, die Ski wie gewünscht laufen zu lassen.

«Ich fuhr vor allem im oberen Teil zu verhalten. Eigentlich wollte ich aufdrehen, aber das hat einfach nicht geklappt», analysierte Holdener im Ziel. Immerhin verbesserte sie sich im Finaldurchgang um drei Plätze auf den 11. Schlussrang.

Gisin: «Im unteren Teil gut»

Ganz ähnlich erging es Michelle Gisin. Die Engelbergerin, ebenfalls erst 19-jährig, war mit ihrem 29. Zwischenrang alles andere als zufrieden. Mitte Januar hatte sie in Flachau mit Bestzeit im zweiten Lauf ihr Potenzial auf frischer Piste eindrucksvoll demonstriert.

Gleich so gut glückte ihr dies in Schladming nicht. Aber Gisin verbesserte sich immerhin um drei Plätze auf den 26. Schlussrang. «Vor allem im unteren Teil gelang mir ein guter Lauf», erklärte sie. «Ich habe es nach dem Steilhang richtig laufen lassen und gezeigt, dass ich eigentlich schon Skifahren kann», fügte der unbekümmerte Teenager an.

Hoffnung für die Zukunft

Holdener wie Gisin erreichten in Schladming die Resultate, welche von ihnen erwartet werden konnten. Der Abstand zum Podest betrug zwar auch bei Holdener eineinhalb Sekunden. Doch die jungen Schweizerinnen beeindruckten mit soliden Leistungen auf der ganz grossen Bühne. Damit lassen sie für die Zukunft einiges erhoffen.

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