Lorenz Liechti - zwischen Medien und Athleten

Bei Krisen und Weltmeisterschaften stürzen sich die Medien auf die Ski-Athleten. Der Kampf um Quotes und Bilder ist grösser denn je - nicht unbedingt, sagt Lorenz Liechti, Leiter Kommunikation von Swiss-Ski. Er muss es wissen, denn er soll alle Wünsche erfüllen.

Medienchef Lorenz Liechti an einer Medienkonferenz.

Bildlegende: Herr der Mikrofone Medienchef Lorenz Liechti an einer Medienkonferenz. EQ Images

Damit sich die Schweizer an der WM in Schladming fokussiert der Medaillen-Jagd widmen können, braucht es ihn. Als «Filter» oder eine Art «Schutzschild» bezeichnet er seine Funktion.

Lorenz Liechti koordiniert, organisiert und wägt ab. Welcher Zeitpunkt ist für die Medienkonferenz am besten? Welche Athleten geben wem wie lange Auskunft? «Wir versuchen gewisse Zeitfenster vorzugeben, damit das Ganze in halbwegs geordneten Bahnen abläuft». Er befinde sich in einer Sandwich-Position: «Möglichst allen Wünschen gerecht werden, denjenigen der Medien wie auch denjenigen der Athleten - da liegt die Schwierigkeit.»

In der Krise ändern die Fragen

Liechtis Arbeit als Leiter Kommunikation zieht eine beratende Seite mit sich. Er versucht die Athleten zu informieren, was auf sie zukommt. «Im sportlichen Bereich habe ich null Einfluss. Ich bin eine Hilfe, damit die Medientermine effizient wahrgenommen werden können.»

Ob es dem Schweizer Team gut läuft oder nicht, das Medieninteresse bleibt gleich (gross), so Liechti. «Was sich ändert, sind die Fragen. Letzte Saison waren Cuche und Feuz im Fokus, jetzt interessiert das ganze Team.»