Nervenkrieg und Jammer in «Schlappming»

WM-Gastgeber Österreich steht nach der ersten Woche nur mit einer Bronze-Medaille zu Buche. Für die Medien Grund genug, den Ausnahmezustand auszurufen. Retten soll die Ski-Nation Marcel Hirscher. Doch dieser sieht sich mit erneuten Einfädler-Gerüchten konfrontiert.

Klaus Kröll nach der Abfahrt vom Samstag

Bildlegende: Am Boden Klaus Kröll nach der Abfahrt vom Samstag Keystone

Gross ist der Jammer in der Ski-Nation Nummer 1. Von den anvisierten 6 Medaillen, die ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel vorgab, ist man weit entfernt. Bronze von Nicole Hosp in der Super-Kombi ist bislang die bescheidene Ausbeute.

Nach den Abfahrten mit null Edelmetall drohe eine «Pleiten-WM», so die Tageszeitung Österreich. Vor 26 Jahren war Österreich letztmals in allen 4 Speed-Rennen an einer WM ohne Medaille geblieben.

Grosse Aufregung um Hirscher

Mit «Neben der Spur» bezeichnet die Kleine Zeitung die Leistungen der Gastgeber und befürchtet einen «Nervenkrieg». Dies vor allem auch deshalb, weil seit 2 Tagen Bilder im Internet kursieren, die einen Einfädler von Marcel Hirscher  in Kitzbühel zeigen sollen. Der Aufschrei war so gross, dass FIS-Renndirektor Günther Hujara per Video beweisen musste, dass alles korrekt ablief.

Schladminger W(eh)M

Für die Kronen Zeitung bleibt nur noch eine Hoffnung: «Jetzt kann uns nur noch Marcel retten.» Die Erwartungen an den Technik-Spezialisten sind immens, seit WM-Beginn ist er Thema Nummer 1. Für den Kurier ist indessen jetzt schon klar, dass die Schladminger Titelkämpfe zu einer  «W(eh)M» verkommen sind. Nicht besser fällt die Halbzeit-Bilanz der Tiroler Tageszeitung aus: «Schlappming: Pleiten, Blech und Pannen.»