Zum Inhalt springen
Inhalt

Schladming 2013 Schladming 2013: Stimmungsvolles Fest

Die 42. Ski-WM ist zu Ende. Schladming bot während 14 Tagen spannende Wettkämpfe, umrahmt von einer grossartigen Kulisse. Ein Schneekönig wurde ernannt, ein Wunderkind bejubelt und ein nationaler Heilsbringer verehrt.

Diese gigantische Zahl sah die WM-Rennen vor Ort.
Legende: 300'000 Fans Diese gigantische Zahl sah die WM-Rennen vor Ort. Reuters

Besser, sprich spannender und stimmungsgewaltiger, hätte die WM in Schladming nicht enden können. Marcel Hirscher, der Ski-Hero Österreichs, versetzte mit seiner Fahrt zu Slalom-Gold am Sonntag die rund 45‘000 Besucher in Ekstase. Das Planai-Stadion bebte - ohrenbetäubender Lärm, schlicht der «Woansinn».

Damit hatte ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel seine vor den Spielen geforderte 8. Medaille. Obwohl darunter nur 2 Mal Gold (Team und Hirscher) ist, sei er zufrieden mit der Ausbeute. Doch die erfolgreichste Nation waren die Amerikaner. «Best in the World» lautet das Motto des Verbandes. Es traf zu. Zum 1. Mal in der 82-jährigen WM-Geschichte gewannen die USA die Medaillenwertung, auch ohne die Superstars Bode Miller und Lindsey Vonn. US-Alpindirektor Patrick Riml frohlockte: «Unser Sport lebt von Helden. Und wir haben jetzt eine Menge davon».

Ligety, Shiffrin und Frankreich

In erster Linie dürfte er damit Ted Ligety gemeint haben. Der 28-Jährige machte sich mit Gold in Super-G, Super-Kombination und Riesenslalom zum Schneekönig von Schladming. Einen 3-fachen Weltmeister hatte es zuletzt vor 45 Jahren gegeben (Jean-Claude Killy). Ähnlich Historisches gelang der 17-jährigen Mikaela Shiffrin. Das «Wunderkind» fuhr zu Slalom-Gold und wurde jüngste Weltmeisterin seit 1985.

Dass die USA in Schladming abräumten, ist an sich nicht überraschend. Im Weltcup siegte bislang keine Nation öfter als die Amerikaner. Das überraschendste Team stellte in der Steiermark Frankreich. Trotz eines kleinen Budgets resultierten 4 Medaillen, nur Tessa Worleys Gold im Riesenslalom war keine Sensation.

Grossartige Atmosphäre, perfekter Schluss

Nicht als sensationell, aber als «grossartig» lobte FIS-Präsident Gian Franco Kaspar die WM in Schladming. «Den alten Samaranch-Spruch 'the best games ever' hören Sie von mir sicherlich nicht, das ist nicht Sinn und Zweck unserer Philosophie. Aber keine Frage: Es war eine sehr gute WM», so der Schweizer. Unglücklich sei nur der 1. Renn-Tag mit dem Super-G der Frauen gewesen, gab Kaspar zu. Bei der Premiere kam es zu 13 Startverschiebungen, und US-Star Lindsey Vonn verletzte sich schwer.

Die WM überzeugte von A bis Z mit einem freundlichen, stimmungsvollen und vor allem auch fairen Publikum. Knapp 300'000 Zuschauer strömten zur Planai und verliehen jedem Rennen eine gewaltige Atmosphäre. Und ganz zum Ende - die Dramaturgie hätte nicht besser sein können - konnten sie ihren Helden Hirscher frenetisch bejubeln. Es war der perfekte Gold-Abschluss.

Legende: Video Ski: Bernhard Russi über die Skimacht USA abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.02.2013.

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Cäsar, Buchs
    Es ist so, dass bei den Männer die USA mit drei Goldmedaillien - dank Ligety - die Nummer Eins sind, aber über den Anspruch "Best in the World" darf schon diskutiert werden, wenn nur etwas breiter geschaut wird. Die besten USA-Fahrer - ohne Ligety waren: Abfahrt: 22. Weibrecht; SG: 13. Biesemeyer; RSL: 16. Jitloff; SL und Kombi: keiner im Klassement! PS Der fehlende Miller ist auch schon knapp 36 - Medaillie eher unsicher!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Chris, Österreich
    Ich war bei vier Rennen in Schladming und bei Weltcup-Rennen in Österreich und der Schweiz. Das Publikum bei der WM war sehr fair. Dass bei den Österreichern die Stimmung am besten war, liegt in der Natur der Sache. Das ist bei Rennen in der Schweiz auch nicht anders. Da schreien die Eidgenossen bei ihren eigenen Läufern auch lauter. Neureuther hat in Österreich viele Fans und wurde dementsprechend auch angefeuert und bejubelt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Petra, Österreich
    1.Hirscher und Neureuther sind die besten Freunde und trainieren miteinander.2.Ligety trainiert auch oft mit den Österr. mit.3.Der ORF zeitgt die besten Schiübertragungen.4.Das österr. Publikum in Schladming war super fair.5.Wenn Didier Cuche in Kitzbühel gewonnen hat, hat ganz Österreich mit ihm mitgefeiert.6.Beat Feuz ist in Österr. einer der beliebtesten Schifahrer (gleich nach D.Cuche).7.Wir leiden auch mit euch mit und wir sind nicht schuld daran, daß es im Moment nicht läuft....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Stefan, Österreich
      Kann mich Petra nur anschließen! Ich war selbst in Schladming dabei und es wurde ausnahmslos jeder anagefeuert und ich glaube es ist nachvollziehbar, dass die Stimmung bei unseren Fahrern "noch besser" war. Hopp Schwiiz - nächstes Jahr läuft es wieder besser!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von @petra, stimmt nicht
      Diese Punkte von dir stimmen nicht: 1. kann noch sein, 2. Ligety hat ein Privat-Team, 3. ORF zeigt ganz sicher nicht die besten Skiübertragungen, sagten sogar die schweizer Kommentatoren. 4. Das Publikum ist auch nur dann fair wenn ein Österreciher gewinnt und sie Grund zur Freude haben, wehe wenn Neureuther gewonnen hätte... 5. u. 6. Ö hat nicht mit Cuche gefeiert. Bei der Siegerehrung, sagte der Sprecher leid und ungerne seinen Namen ohne Betonung, Wengen viel bessere Siegerehrung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Gerry, Wien
      Punkt 3 (ORF) Das hat sogar FIS-Präsident Gain Franco Kaspar bestätigt: "Es waren die besten Bilder, die ich bisher persönlich bei Alpinen Rennen gesehen habe. Ich muss schon sagen, das war absolut erstklassig! Ich kenne keine andere Gesellschaft im Moment, die das Nachahmen kann!" Siehe Video (ab Min 01:59): http://www.youtube.com/watch?v=kylycn2ePo8
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Gerry, Wien
      Zu Punkt 5. u. 6. "Ö hat nicht mit Cuche gefeiert." Eine weitere unwahre Behauptung, die sich mittels Videobeweis leicht widerlegen lässt: "Didier Cuche - Sieger Abfahrt Kitzbühel" http://www.youtube.com/watch?v=bkpI8aW3ChA In Wengen gefällt mir, dass die Sieger ganz dicht bei den Fans vorbei zum Siegespodest gehen: http://www.youtube.com/watch?v=H83uZcfFHPg
      Ablehnen den Kommentar ablehnen