Schladming: Kein gutes Pflaster für die Schweiz

Die Schweizer Skifahrer haben in Schladming in den vergangenen 20 Jahren eine miserable Bilanz vorzuweisen. In guter Erinnerung bleibt aber der Abschied von Didier Cuche beim Weltcupfinal vor Jahresfrist.

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Ski-WM: Die Schweizer in Schladming

1:10 min, vom 17.1.2013

Letztes Jahr gab es aus Schweizer Sicht gleich zweimal Grund zum Feiern: Beat Feuz raste in der Abfahrt bei der WM-Hauptprobe auf den 2. Rang. Und im Riesenslalom gab mit Didier Cuche einer der Grossen des Skisports seine emotionale Abschiedsvorstellung. Der Neuenburger wurde von den österreichischen Fans fast wie ein Einheimischer bejubelt.

3 Podestplätze in 10 Jahren

Nimmt man aber die letzten 20 Jahre als Massstab, ist Schladming für Schweizer Skifahrer alles andere als ein gutes Pflaster. Neben Feuz schaffte es nebst der Schweiz im Teamevent 2012 (Platz 3) nur Silvan Zurbriggen als Zweiter im Slalom 2010 auf das Podest.

Sonst gingen die Swiss-Ski-Athletinnen wie auch Athleten stets leer aus. Die Österreicher dominierten ihre Heimrennen dagegen fast nach Belieben (58 Podestränge in 48 Rennen). Was unter anderem auch daran liegt, dass meistens Slaloms ausgetragen wurden.

Schweizer Erfolge liegen weit zurück

Sucht man den letzten Schweizer Sieg in Schladming, muss man in den Statistikbüchern weit zurückblättern. Pirmin Zurbriggen gewann 1990 eine Kombination. Zwei Jahre zuvor feierte der Walliser gar einen Doppelsieg (Super-G und Abfahrt). In die Siegerliste konnten sich auch Thomas Bürgler (1985) und Peter Lüscher (1978) eintragen.

Mut machen dürften den Schweizern die Erfolge an der bisher einzigen WM in Schladming 1982. Erika Hess war mit 3 Weltmeistertiteln die überragende Athletin. Dazu kamen 2 weitere Medaillen durch Lüscher und Conradin Cathomen. Die Gastgeber enttäuschten mit «lediglich» 3 Medaillen.