Viletta trotz Schreckmoment zu Platz 5

Zwar ist Swiss-Ski in der Super-Kombination die erhoffte WM-Medaille verwehrt geblieben. Mit 3 Fahrern in den Top 8 fiel das Mannschaftsresultat dennoch erfreulich aus. Sandro Viletta war als 5. bester Schweizer - dies nach einem Schreckmoment in der Abfahrt.

Dass ausgerechnet Sandro Viletta für die Schweizer Top-Klassierung in der Super-Kombination sorgen würde, konnte nicht unbedingt erwartet werden. Die Hoffnungen lagen eher auf dem ehemaligen Slalomspezialisten Silvan Zurbriggen, der in der Spezialabfahrt überzeugt hatte. Oder auf Carlo Janka, dem 3. der Wengener Kombination.

Dieses Duo sorgte aber auf den Plätzen 7 und 8 «lediglich» für das gute Schweizer Team-Ergebnis. Zurbriggen meinte: «Ich habe das Rennen in der Abfahrt verloren.» Und Janka, bei Halbzeit als 8. noch 6 Ränge vor dem Walliser klassiert, sagte: «Der 8. Schlussrang hat keinen grossen Stellenwert. In der Abfahrt muss ich eine Sekunde schneller sein.»

Die Skis laufen gelassen

Der beste Swiss-Ski-Fahrer war deshalb Viletta, dessen einsames Bestresultat in diesem Winter disziplinenübergreifend ein 9. Rang in der Super-Kombi in Wengen war. Mit einem beherzten Slalomlauf auf der schwierigen und pickelharten Piste in Schladming stiess Viletta von Platz 16 noch auf Position 5 vor. Letztlich fehlten dem 27-jährigen Bündner nur 0,25 Sekunden zu Bronze. «Es war sehr eisig. Trotzdem habe ich versucht, die Skis laufen zu lassen. Es ist ein schönes Gefühl», meinte Viletta.

Fast-Kollision mit Helfer

Bereits am Mittag war Viletta eine starke Abfahrt gelungen, in der er nur 1,79 Sekunden auf den Halbzeit-Führenden Romed Baumann (Ö) verlor. Dies war umso erstaunlicher, als dass der Schweizer nach rund 20 Fahrsekunden einen Schreckmoment zu überstehen hatte.

Nach einem Sprung wollte ein Helfer die Piste überqueren - nur knapp konnte Viletta eine Kollision verhindern. «Im 1. Moment war es kein Problem. Als ich danach aber die Bilder sah, war ich überrascht, wie knapp es war.» Viletta kam bei seinem Manöver leicht von der Ideallinie ab. «Ich hoffe, dass ich da nicht die entscheidende Zeit eingebüsst habe», meinte Viletta.

Nach dem Zwischenfall entschuldigte sich FIS-Renndirektor Günter Hujara beim Schweizer und meinte: «Sandro hat die Sache sehr fair genommen.»