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Schladming 2013 Zurbriggen holt letzten Startplatz für WM-Abfahrt

Silvan Zurbriggen hat sich dank einem 7. Platz im Training das letzte Schweizer Abfahrts-Ticket gesichert. Sein direkter Konkurrent Vitus Lüönd schied kurz vor dem Ziel mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss aus.

Das Rennen um das letzte Abfahrts-Ticket im Schweizer Team entschied Silvan Zurbriggen für sich. Der Walliser klassierte sich im 2. Training auf einer verkürzten Strecke auf dem 7. Platz, während Konkurrent Vitus Lüönd mit vielversprechender Zwischenzeit ausschied. Der Schwyzer wurde kurz vor dem Ziel von einer Bodenwelle überrascht und verletzte sich dabei zudem am Knie.

Grosses Pech für Lüönd

Die erste Diagnose lautete Verdacht auf Riss des rechten vorderen Kreuzbandes. Lüönd reiste nach dem Unglück umgehend in die Schweiz zurück und wird dort am Samstag untersucht. Bestätigt sich die Diagnose, wäre es ein herber Rückschlag für Lüönd, der vor dieser Saison gerade erst von einer Kreuzbandverletzung zurückgekommen war.

Gisin verliert viel Zeit

Zurbriggen freute sich über seine Fahrt, die «mir ein gutes Gefühl für die Abfahrt gibt. In den letzten 10 Tagen habe ich gemerkt, dass es wieder aufwärtsgeht». Nicht auf Touren kam Marc Gisin, der dritte Anwärter auf den letzten Startplatz. Der Innerschweizer verlor in beiden Trainings viel Zeit. «Ich brauche eine Pause und muss nach Hause», so Gisin. «Die letzten Wochen mit den vielen Enttäuschungen haben zu viel Substanz gekostet.»

Neben Zurbriggen schaffte es im 2. Training kein Schweizer in die Top 15. Patrick Küng, Didier Défago und Carlo Janka waren jedoch bereits zuvor für das Rennen gesetzt. Nun bleibt abzuwarten, was es zu bedeuten hat, dass Défago nach den beiden Trainings «noch Reserven hat», Küng darauf hofft, dass bei ihm «die Überwindung zurückkommt» und Janka darauf verweist, dass «in der Abfahrt einiges mehr zusammenpasst als im Super-G».

Aussenseiter sorgen für Furore

Die schnellste Zeit im 2. Training fuhr überraschend der Franzose Brice Roger vor dem Slowenen Andrej Sporn und Marco Sullivan (USA). Von den Favoriten hinterliess der Österreicher Klaus Kröll (6.) den besten Eindruck. Auch Aksel Svindal (No) und Titelverteidiger Erik Guay (Ka) fuhren in die Top Ten.

Resultate des 2. Abfahrts-Trainings der Männer:

1. Brice Roger (Fr) 1:37,70. 2. Andrej Sporn (Slo) 0,33 zurück. 3. Marco Sullivan (USA) 0,48. 4. Andrew Weibrecht (USA) 0,53. 5. Siegmar Klotz (It) 0,56. 6. Klaus Kröll (Ö) 0,69. 7. Silvan Zurbriggen (Sz) 0,73. 8. Aksel Svindal (No) 0,82. 9. Matthias Mayer (Ö) 0,84. 10. Erik Guay (Ka) 1,10.
Ferner: 16. Patrick Küng 1,31. 22. Didier Défago 1,75. 24. Carlo Janka 1,91. 31. Marc Gisin 2,15.

8 Kommentare

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  • Kommentar von realo, Lyss
    Es ist völlig nebensächlich welcher Schweizer Abfahrer teilnimmt. Kanada, Österreich, Frankreich, Italien, USA, Slowenien, Norwegen und Schweden verfügen über bessere Athleten als die Schweiz. Es ist zu hoffen, dass SRF Dartfish Analysen zeigt, um darzustellen, wo die Schweizer soviel Zeit verlieren werden und wie eine wirklich gute Fahrt aussieht. Es gibt wohl zur Zeit keinen Trainer der Welt, der eine Fahrt eines Schweizers als Anschauungsunterricht verwenden könnte.
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  • Kommentar von Erwin, Zürich
    Die sind nicht schlecht, die sind eben auch in den Wettskandal involviert und bekommen von der Asiamafia viel Geld wenn sie diese Saison nichts gewinnen...
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  • Kommentar von Sunshine, Thurgau
    Wahrscheinlich könnte Vitus Lüönd ja nicht fahren - hoffe, dass sich nicht wirklich verletzt hat - Trotzdem stellt sich die Frage warum, bei den bisherigen Resultaten, Fixstartplätze vergeben wurden? So wird doch nichts verändern! Oder stellen Sie sich vor, von den beiden Trainingsschnellsten dürfte "nur" einer am Rennen teilnehmen, weil drei Plätze an langsamere "vergeben" sind. Dies wie bei den Austria Racern. Joachim Puchner - obwohl zwei Mal zweiter der nicht gesetzten - muss morgen z...
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    1. Antwort von Willi G, Watt
      Ich kann nicht verstehen, weshalb diese Fernseh-Skirennen-Zuschauer immer ihren (blöden) Senf dazugeben müssen. An Erwin von Zürich: Ihr Kommentar ist wirklich sehr, sehr originell ... glauben Sie!
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