Im Nachwuchs überragend, im Weltcup mittelmässig – weshalb?

In Lillehammer und Sotschi hat der Schweizer Ski-Nachwuchs überragend abgeschnitten. Aber nicht viele Talente schafften zuletzt den Durchbruch im Weltcup. Nachwuchs-Chef Beat Tschuor betreibt Ursachenforschung.

An den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer sowie an der Junioren-WM in Sotschi gehörte der Schweizer Ski-Nachwuchs zur absoluten Weltspitze:

  • In Norwegen holten die Skifahrer drei goldene Medaillen, eine silberne sowie zwei bronzene Auszeichnungen.
  • In Russland stellte die Schweiz die erfolgreichste Delegation: Der Nachwuchs von Swiss-Ski gewann dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.
Beat Tschuor.

Bildlegende: Nachwuchs-Chef Beat Tschuor. Keystone

Trotz hervorragender Resultate im Nachwuchsbereich gelang es dem Schweizer Verband in der Vergangenheit nicht oft, Talente auch im Weltcup an die Spitze heranzuführen. Dagegen konnten sich bei Nationen wie Österreich oder Norwegen viele Talente auch auf höchster Stufe durchsetzen. Weshalb gelingt das der Schweiz nicht? Beat Tschuor, Nachwuchs-Chef von Swiss-Ski, hat die folgenden Gründe ausgemacht:

  • Es braucht mehr harte, eisige und permanente Pisten: «Da haben wir Aufholbedarf, international gesehen ist das ein Manko.»
  • Es braucht mehr Geduld: «Wir müssen cleverer werden.»
  • Es braucht mehr Sorgfalt und Aufklärung bezüglich Verletzungen: «Der Körper ist das Gut.»

Wo Tschuor bei den Strukturen ansetzen würde und was die Eltern damit zu tun haben, erfahren Sie im obenstehenden Beitrag.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 8.3.2016, 18:45 Uhr

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