Zum Inhalt springen

Ski alpin allgemein Innsbruck 1976: Russis Husarenritt, Hemmis Sternstunde

Vor 40 Jahren sorgten die Schweizer Männer bei den Winterspielen in Innsbruck bei den Alpinen für Furore. Bernhard Russi bedrängte Franz Klammer; Heini Hemmi distanzierte Ingemar Stenmark.

Legende: Video «Heini Hemmis Goldfahrt – wir blicken 40 Jahre zurück» abspielen. Laufzeit 4:44 Minuten.
Aus sportaktuell vom 04.02.2016.

Es war der Höhepunkt der alpinen Ski-Rennen in Innsbruck: die Männer-Abfahrt mit dem grossen einheimischen Favoriten Franz Klammer. Der damals 23-jährige Kärntner hatte im Januar 1976 der Reihe nach die Abfahrten in Wengen, Morzine und Kitzbühel gewonnen. Die Goldmedaille lag für Klammer bereit.

Bernhard Russi, seines Zeichens Olympiasieger 1972, war einer der Herausforderer. Zwar hatte der Urner 3 Jahre lang kein Rennen mehr gewonnen. Doch der zweifache Weltmeister war als einer bekannt, den es an Grossanlässen immer zu beachten galt.

Legende: Video «Russi fordert Klammer» abspielen. Laufzeit 2:34 Minuten.
Vom 04.02.2016.

Klammer lässt Österreich jubeln

60'000 Zuschauer wollten sich den Showdown zum Auftakt der Ski-Wettbewerbe an der Strecke nicht entgehen lassen. Russi, mit der idealen Startnummer 3, stellte eine Bestzeit auf, an der sich sämtliche Fahrer die Zähne ausbissen.

Bis zur Nummer 15. Klammer lag bei der Zwischenzeit noch hinter seinem Schweizer Rivalen zurück. Der Österreicher wandelte aber dieses Defizit bis ins Ziel in einen Vorsprung um und liess eine ganze Nation jubeln.

«Eine solch herzliche Gratulation eines Zweitplatzierten habe ich danach in meiner Karriere nie mehr erlebt», sagte Klammer Jahre später über Russis Glückwünsche nach dem Rennen.

Legende: Video «Schweizer Doppelsieg im Riesenslalom» abspielen. Laufzeit 2:11 Minuten.
Vom 04.02.2016.

Hemmis Sternstunde

Vier Tage nach der Abfahrt stand der Riesenslalom auf dem Programm. Heini Hemmi und Ernst Good sorgten dabei für einen sensationellen Schweizer Doppelsieg.

Hemmi hatte bis zu diesem Zeitpunkt im Weltcup noch kein Rennen gewonnen (später 4 Siege). Good schaffte es in seiner ganzen Karriere nur 3 Mal auf das Podest (einmal Zweiter, zweimal Dritter).

Hinter dem Schweizer Überraschungs-Duo klassierte sich der noch nicht 20-jährige Ingemar Stenmark auf Platz 3. Der Schwede sollte die Riesenslaloms und Slaloms danach über Jahre hinaus nach Belieben dominieren.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 05.02.2016, 22:20 Uhr

2 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von andi, Luzern
    Collombin's Markenzeichen: Er blieb in der Hocke wenn andere Aufgestanden sind! Das würde Ihm dann auch zum Verhängnis. Schaut Euch mal alte Videos an, Ihr werdet begeistert sein! Für mich der beste Abfahrer aller Zeiten! Roland Collombin! Ein Verrückter, nicht so begnadet wie Pirmin Zurbriggen! (Collombin war sein Vorbild)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andi, Luzern
    Für die jüngeren hier, leidender musste 1975 ein verrückter 24 Jähriger Walliser Namens Roland Collombin seine Karriere beenden, nachdem er 73,74 den Abfahrt WC für sich entschieden hatte, 8 oder 9 WC Abfahrten gewonnen hatte und Klammer und Russi in Grund und Boden fuhr! 2 mal Kitzbühl 1 x Wengen gewonnen! Okay er hat Glück gehabt das er nicht gelähmt blieb! Schade nicht auszudenken wie das weiter gegangen mit dem verrückten Collombin,Sapporo 72 Silber an Olympiade war sein Stern aufgegangen,
    Ablehnen den Kommentar ablehnen