Neureuther nennt Peking 2022 eine «Katastrophe für den Sport»

Mit deutlichen Worten haben die Slalom-Cracks Felix Neureuther und Marcel Hirscher die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking kritisiert.

Neureuther

Bildlegende: Kritisiert IOC scharf Felix Neureuther. Imago

Die beiden Slalomstars Felix Neureuther und Marcel Hirscher nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um ihre Meinung zum Austragungsort geht.

Neureuther nannte die Vergabe durch das IOC an Peking eine «Katastrophe für den Sport» und kritisierte das IOC scharf: «Über die Jahre ist extrem der Eindruck entstanden, dass das Finanzielle im Vordergrund steht und nicht mehr der Sport».

«  Fussball-WM in Katar ist ähnlich wie Winterspiele in Sotschi, Peking oder Südkorea. »

Felix Neureuther

Der Deutsche will diese Kritik nicht auf den Olympischen Verband beschränken, sondern stellte sie in Zusammenhang mit der Entwicklung bei anderen Weltverbänden: «Eine Fussball-WM in Katar ist ja ähnlich wie Olympische Winterspiele in Sotschi, Peking oder Südkorea.»

Hirscher liess verlauten, die Wahl von Peking sei «keine gute Werbung für unseren Sport.» Wie wenig ihn ein Slalomhang in China interessiert, zeigte das Statement des heute 25-Jährigen: «Mich werden diese Spiele nicht mehr sehen. Vielleicht noch als Zuschauer, aber das glaube ich auch nicht.»

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Peking erhält die Olympischen Spiele 2022

1:28 min, aus sportaktuell vom 31.7.2015