Neureuther und Velez Zuzulova siegen in München

Felix Neureuther und Veronika Velez Zuzulova heissen die Sieger des Parallel-Slaloms in München. Der einzige Schweizer am Start, Luca Aerni, schied bereits im Achtelfinal aus.

Neureuther löste unter den einheimischen Fans Begeisterungsstürme aus. Sein Triumph darf als «Heimsieg» bezeichnet werden. Neureuther stammt aus Garmisch-Partenkirchen, das nicht weit entfernt von München liegt. Im Final hielt der Süddeutsche den österreichischen Techniker Marcel Hirscher in Schach. Für Neureuther ist es in dieser Saison der erste Weltcup-Sieg und der dritte in seiner Karriere.

Velez Zuzulova mit 2. Sieg in 4 Tagen

Einen veritablen Höhenflug erlebt Velez Zuzulova zurzeit in ihrer Karriere. Bis am letzten Samstag war sie im Weltcup mehr als 12 Jahre ihrem ersten Sieg nachgerannt, ehe sie im Slalom am Semmering den Bann brechen konnte. Und nun hat sie schon zum 2. Mal innert 4 Tagen zugeschlagen. Im Final der Frauen bezwang Velez Zuzulova die Gesamtweltcup-Leaderin Tina Maze (Sln).

Im kleinen Final setzte sich Michaela Kirchgasser (Ö) gegen die Finnin Tanja Poutiainen durch. Bei den Männern profitierte der Franzose Alexis Pinturault von einem Sturz seines Gegners Andre Myhrer (Sd) und gewann das Rennen um Platz 3.

Aerni chancenlos

Der einzige Schweizer Starter in München, Newcomer Luca Aerni, blieb gegen den schwedischen Routinier Andre Myhrer chancenlos und schied bereits im Achtelfinal aus. Damit befand sich der 19-Jährige aber in prominenter Gesellschaft. So blieben beispielsweise auch Lokalmatadorin Maria Höfl-Riesch (De) oder auch der Führende im Gesamtweltcup, Aksel Svindal (No), in der 1. Runde hängen.

Für Aerni hat sich der Abstecher nach München trotz des frühen Knockouts gelohnt. Der 19-jährige C-Kader-Athlet aus dem Wallis, der erst kurz vor Weihnachten in Madonna di Campiglio sein Weltcup-Debüt gefeiert hatte, sammelte auf höchster Stufe erstmals Punkte. Aerni wurden wie den anderen Achtelfinal-Opfern jeweils 15 Zähler gutgeschrieben.