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Ski alpin allgemein Shiffrin in gewohnter, Strasser in verblüffender Manier

Mikaela Shiffrin hat dem Parallelrennen in Stockholm den Stempel aufgedrückt. Bei den Männern kam Linus Strasser unerwartet zum durchschlagenden Erfolg. Die Schweiz brachte mit Mélanie Meillard nur eine Vertretung in die Viertelfinals.

  • Schwerer Stand für die Vorjahressieger: Holdener und Hirscher scheitern in der 1. Runde
  • Überragend: Mikaela Shiffrin feiert ihren 28. Weltcup-Triumph, den 1. an einem City-Event
  • Überraschend: Bei den Männern sorgt Linus Strasser für einen veritablen Coup

Die erst 18-jährige Mélanie Meillard vollbrachte das Kunststück, ihre Teamkollegin Wendy Holdener (23) bereits im Achtelfinal zu eliminieren. Die junge Neuenburgerin zehrte von einer Reserve von 0,09 Sekunden aus dem 1. Lauf.

Legende: Video Meillard weist Holdener in die Schranken abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus sportlive vom 31.01.2017.

Bei der Reprise drehte Holdener den Spiess zwar knapp um, unter dem Strich blieb aber ein Handicap von 7 Hundertsteln. So verpatzte die Schwyzerin, die diese Saison schon in 6 Weltcup-Slaloms auf dem Podest gestanden hatte, die WM-Hauptprobe.

Für Meillard ging es nach den Viertelfinals nicht mehr weiter. Gegen Nina Löseth (No) fand sie in beiden Durchgängen nicht mehr das richtige Rezept und schien auch nicht mehr ausreichend Kräfte mobilisieren zu können.

Shiffrin reiht Laufsieg an Laufsieg

Den Sieg auf dem Hammarbybacken machten Mikaela Shiffrin und Veronika Velez-Zuzulova (Slk) unter sich aus. Die Amerikanerin behielt bis zum Schluss alles unter Kontrolle und beerbte somit Vorjahressiegerin Holdener. Im Gesamt-Weltcup baute Shiffrin ihren Vorsprung auf Lara Gut nun schon auf 180 Punkte aus. Rang 3 belegte vor einer grossartigen Kulisse mit 9000 Zuschauern Löseth.

Strasser als Ersatzfahrer an die Spitze

Bei den Männern durfte sich Linus Strasser zu seinem 1. Weltcup-Erfolg gratulieren lassen. Der 24-jährige Deutsche zog einen überragenden Tag ein und schaltete der Reihe nach diese Konkurrenten aus:

Linus Strasser streckt vor Freude seine Skier in die Luft.
Legende: Ihm gelang ein Husarenstück Linus Strasser. Keystone
  • Achtelfinal: Das Slalomass Henrik Kristoffersen (No)
  • Viertelfinal: Den Italiener Stefano Gross
  • Halbfinal: Lokalmatador Mattias Hargin
  • Final: Alexis Pinturault (Fr) um 4 Hundertstel

Strassers Coup war auch darum ein Triumph ohne Vorankündigung, weil er überhaupt erst nach Felix Neureuthers Absage zu einem Startplatz kam.

Vorjahressieger Marcel Hirscher war schon nach der 1. Runde nicht mehr dabei, er scheiterte an Aleksander Aamodt Kilde. Auch Daniel Yule konnte gleich zum Auftakt gegen Hargin nichts ausrichten.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 31.01.2017 16:55 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    An diesem PS haben die kleineren Skinationen dominiert. Toll, bei den Männern ein Überraschungspodest zu haben. Das macht Spass!
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Welche kleinen Skinationen? Das Rennen war eine Wettbewerbsverzerrung. Es gab Nationen die durch die Regeln betrogen wurden! Ich denke da an Japan. Bei einem Fairen Reglement hätte man nicht National nachrücken dürfen sonder der Nächstbeste der Rangliste, Ich mag Strasser den Sieg gönnen den Er hat tolle Läufe herutergezaubert, dennoch bleibt der fade Nachgeschmack das Er nur Teilnehmen durfte wegen eines Unfairen Reglements!
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Da trainieren Sie das ganze Jahr und werden durch ein Blödsinniges Reglement Betrogen. Die Betrogenen: André Myhrer, Naoki Yuasa, Manuel Feller, Marco Schwarz, Marc Digruber, Luca Aerni, Jean-Baptiste Grange & Erik Read. Profiteure: Linus Strasser, Giuliano Razzoli & Sebastian Foss-Solevaag. Durch solche ungezwungene Fehlentscheide beeinflusst man Karrieren. Der Witz der ganzen Geschichte, da durfte man in der Kombi nicht Nachrücken wegen Wettbewerbsverzerrung und führt da anderswo wieder ein.
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    3. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      A. Myhrer hat, wenn ich nicht irre, aus gesundheitlichen Problemen verzichtet & Neutreuther auch. Für ihn ist dann Strasser nachgerückt. Eher ungerecht finde ich das Reglement für die Abschlussrennen, wo die Teilnehmerzahl beschränkt wird. Finde, Anrecht darauf hätten alle Athleten, welche im WC Punkte gemacht & dafür gekämpft haben.
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  • Kommentar von Sascha Koene (skoene)
    Die Punkte im Gesamt-WC zu zählen finde ich ganz ok. So bleibt eine gewisse Spannung. Allerdings sollte man für den Slalom WC keine Punkte vergeben. Die verfälscht nur Startlisten. Ein Ärni z.B fällt nun in der Slalom Startliste hinter Strasser zurück. Und das nur weil Ärni gar nicht teilnehmen durfte. (Strasser konnte auch nur als Ersatz für Neureuther)
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    1. Antwort von René Köglberger (Sportfan)
      Nein, dass was sie sagen stimmt nicht ganz. Die Punkte zählen zwar für den Slalom-Weltcup, aber nicht für die World Cup Starting List. Das heißt der heutige Parallelbewerb hat überhaupt keinen Einfluss auf die Startlisten, eben weil es sonst gegenüber Athleten die nicht antreten dürfen, unfair wäre.
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    2. Antwort von Sascha Koene (skoene)
      Oh dann hab ich mich wohl geirrt! herzlichen Dank für die korrerktur Herr Köglberger:)
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Herr Kögliberger, stimmt nicht ganz, Zenhäuser und Aerni konnten nicht starten, dafür die hinter Ihnen klassierten Strasser Solevang und Razzoli. Für das Weltcupfinale sind die besten 24 Klassiert. Aerni viel vom 20. Rang auf den 22. zurück, Zenhäuser vom 24. auf den 27. heisst das beide im letzten Rennen ein Top Resultat brauchen sonst sind Sie am Finale nicht dabei und so keine Punkte holen. Dank diesem Unfairen System. Das kann auch Startplätze fürs nächste Jahr kosten. Ist das Fair?
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    4. Antwort von René Köglberger (Sportfan)
      Stimmt, für die Quali für das Weltcup-Finale hat es natürlich einen Einfluss, weil da geht es bekanntlich darum in den Top 25 im Slalom-Weltcup, indem Fall ist es natürlich ein Nachteil und unfair für Aerni und Zenhäusern, aber auch für unsere Österreicher Marc Digruber, Manuel Feller und Christian Hirschbühl und Marco Schwarz gilt das selbe wie für die beiden Schweizer.
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    5. Antwort von René Köglberger (Sportfan)
      Und übrigens Herr Röthenmund, mein Name ist Köglberger, aber ist nicht so schlimm.
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    6. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Ich möchte mich bei Ihnen Entschuldigen. Doch manchmal habe ich Problem beim lesen von i & l und wie viele es sind, war sicher keine Absicht!
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    7. Antwort von René Köglberger (Sportfan)
      Wiegesagt kein Problem. Ist eh klar, dass es keine Absicht war.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Schwacher Auftritt der Schweizer. Die Läufe von Feierabend waren peinlich schwach. Yule ist der einzige Athlet der es geschafft hat einen grossen Vorsprung im 2. lauf zu verspielen, durch eine ganz schlechte fahrt, Russi hat davon geschickt abgelenkt und hat Harbins fahrt übermässig gelobt. Holdeners Formkurve zeigt nach unten, ist zu hoffen das Sie an der WM wieder Top ist. Einzig Maillard wusste zu gefallen, mit etwas mehr Erfahrung wäre mehr möglich gewesen, Sie bleibt aber ein Versprechen.
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