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Slalomfahrer im Hoch Yule: Der Mensch unter Ausserirdischen

Für Daniel Yule hat sich am Sonntag in Kitzbühel mit dem 1. Podestplatz seiner Karriere ein Kreis geschlossen.

Legende: Video Yule: «Für mich ist alles aufgegangen» abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus sportlive vom 21.01.2018.

Nahe dran war Yule in der Vergangenheit einige Male. Im Vorwinter fehlten in Zagreb 22 Hundertstel aufs Podest, im November in Levi waren es noch 9 und beim Nachtslalom in Madonna di Campiglio trennten ihn als Vierter schliesslich nur noch lächerliche 2 Hundertstel vom grossen Durchbruch.

Kitzbühel und Yule, das passt

Am Sonntag hat Yule in Kitzbühel endlich zugeschlagen. Das Pech, das er als undankbarer Vierter schon mehrfach hatte, klebte diesmal Michael Matt an den Füssen. Auf dem Weg zur Bestzeit fuhr der Österreicher eine Stangenkombination falsch an und schied aus. Hätte er seine Fahrt ins Ziel gebracht, wäre es mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder nichts mit dem ersten Podestplatz für Yule geworden.

Legende: Video Das Pech von Matt ist Yules Glück abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
Aus sportlive vom 21.01.2018.

Dass es ausgerechnet am Ganslernhang geklappt hat, freute den 24-jährigen Walliser besonders. Hier hat der Sohn schottischer Eltern 2012 sein Weltcup-Debüt gefeiert. 2016 sorgte er mit Platz 7 für ein Ausrufezeichen, vor einem Jahr reichte es zum starken 5. Schlussrang.

Sorgendisziplin war gestern

Nach Luca Aerni, der den Podestbann der Slalomfahrer bereits im Dezember in Madonna di Campiglio gebrochen hatte, konnte Yule nun nachlegen. Die beiden sind aber nicht die einzigen, die es aus dem Schweizer Slalomteam hervorzuheben gilt. Seine Ambitionen, künftig ebenfalls Podestplätze anvisieren zu können, hat auch Ramon Zenhäusern angemeldet.

Ich bin der bestklassierte Mensch. Hirscher und Kristoffersen sind Ausserirdische.
Autor: Daniel Yule

Mit Rang 4 in Wengen und Platz 6 in Kitzbühel hat der Zwei-Meter-Mann auf zwei schwierigen Slalomhängen seine beiden besten Weltcup-Resultate herausgefahren. Auch bei ihm fehlt wenig, um ganz vorne mitzumischen. Gäbe es die beiden Slalom-Ausnahmekönner Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen nicht, sähen seine Resultate noch viel rosiger aus.

Selbiges trifft auf Yule noch stärker zu. Der Walliser ist sich jedoch bewusst, dass der Österreicher und der Norweger schlicht in einer eigenen Liga unterwegs sind. Gegenüber der NZZ sagte er dazu nur: «Ich bin der bestklassierte Mensch. Die anderen beiden sind Ausserirdische.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 21.01.2018, 13:15 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Da ich nicht weiss, wo ich die nachfolgende Anregung sonst platzieren soll, mache ich's hier: Weshalb wird jeweils der provisorische Rang erst bei der Schlusszeit eingeblendet und nicht schon bei den Zwischenzeiten? Die Kommentatoren haben diese Info offenbar, denn manchmal weisen sie darauf hin, aber warum erfahren wir das nicht direkt? Eine einzige Zahl neben der Zwischenzeit würde genügen - ein kleiner Schritt für die Verantwortlichen, aber ein grosser Sprung für das TV-Publikum...
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  • Kommentar von Heinz Schweizer (Heiri)
    Schade nur, dass von den vier Schweizern im Finale zwei wie viele andere nicht ins Ziel kamen. Auch wenn ich unseren Athleten jeweils den Daumen drücke, mir tut jeder leid, der ausscheidet. Yule mag ich den Podestplatz von Herzen gönnen, Beharrlichkeit hat sich ausbezahlt.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Es ist zu hoffen das die Politik endlich merkt, dass Schulskilager zu förden sind, weil dort unsere künftigen Skistars "geboren" werden!
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    1. Antwort von Andrin Braendle (andrinunterwegs)
      Ich glaube zwar, dass unsere heutigen "Cracks" schon vor dem ersten Skilager eine Affinität für den Wintersport hatten, teile jedoch ihre Meinung. Schulskilager sind nicht nur vom körperlichen Aspekt her, sondern auch fürs Nahebringen einer heimischen Sportart geeignet. Ich persönlich erinnere mich immer gerne zurück an die verschneiten Skitage in den Schweizer Bergen...
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