Zum Inhalt springen
Inhalt

St. Moritz 2017 Bronze – nicht mehr, aber auch nicht weniger

Es ist Lara Guts Parade-Disziplin, doch zu WM-Gold hat es der Tessinerin im Super-G (wieder) nicht gereicht. Dank Bronze konnte zumindest das Worst-Case-Szenario vermieden werden.

Legende: Video Die Einschätzung von SRF-Experte Bont zu Lara Gut abspielen. Laufzeit 02:45 Minuten.
Aus sportlive vom 07.02.2017.

Es ist klar: Lara Gut hat sich mehr erhofft als Bronze. Schliesslich ging die Tessinerin nach 3 Siegen in 4 Super-G-Rennen in diesem Winter als Topfavoritin an den Start.

Und dennoch könnte diese Bronzemedaille Gold wert sein. Denn der grösste Druck ist nun weg: Weder Gut noch die Schweiz werden an den Heim-Titelkämpfen leer ausgehen. Und der 25-Jährigen winken noch 3 weitere Chancen, die ersehnte Goldmedaille doch noch zu gewinnen.

Es ist eine Medaille, darauf kann ich aufbauen.
Autor: Lara Gut
Legende: Video Gut: «Ich habe mein Bestes gegeben» abspielen. Laufzeit 01:03 Minuten.
Aus sportlive vom 07.02.2017.

Ausserdem darf nicht vergessen werden, unter welchen Umständen das Edelmetall zustande kam. Schliesslich konnte Gut in der letzten Woche aufgrund der Nachwirkungen des Sturzes in Cortina d'Ampezzo nicht trainieren. «Sie war Tag und Nacht mit den Physios unterwegs», meinte etwa Pauli Gut, Laras Vater.

«Im Rennen habe ich nichts gespürt», meinte Gut, gab aber zu, dass sie noch immer Schmerzen habe. So schätzte sie ihre Leistung auch realistisch ein: «Ich hatte ein bisschen Mühe und konnte nicht voll pushen. Aber es ist eine Medaille, darauf kann ich aufbauen.»

So schätzen Guts Wegbegleiter die Bronzemedaille ein:

  • Vater Pauli Gut: «Eine Medaille ist eine Medaille. In Anbetracht der letzten Woche ist das grossartig. Denn Lara ist nicht die Einzige, die den Titel zum Ziel hatte.»
  • Trainer Hans Flatscher: «Respekt, wie Lara das gemacht hat. Die Ausgangslage war nicht ganz einfach. Die Medaille ist enorm wichtig für den Verlauf der WM, für das ganze Team. Der Druck wäre sonst angewachsen.»
  • SRF-Skiexperte Michael Bont: «Lara hat Bronze gewonnen, nicht Gold verloren. Sie war eine Woche nicht auf den Skiern und konnte aufgrund der Trainingsabsagen vom Montag kein Gefühl für die Verhältnisse aufbauen.»

Und schenkt man den Worten von Lara Gut Glauben, darf man sich auf die nächsten Tage freuen: «Ich denke, es wird noch besser.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.02.2017, 11:00 Uhr.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Hut ab vor der Leistung von Lara als grossartige Sportlerin. Manch einer hätte nach dem Sturz in Cortina erst einmal einige Wochen ausgesetzt. Sehr wahrscheinlich hat der horrende Sturz, trotz anderslautender Beschwichtigungen, auch im Unterbewusstsein eine Rolle gespielt. Hinzu kam noch der enorme mediale Erwartungsdruck.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ja, da tragen die Medien auch eine Mitverantwortung. Die ganzen Wochen jetzt immer nur Lara = Gold im Super C. Alle anderen Athleten/Innen waren für die Medien nur Beilage. Auch wenn Lara sich in Interviews zu ihrem Sturz sehr locker gibt, bedeutet eben nicht, dass sie ihn auch so locker weggesteckt hat. Und trotzdem hat sie es als einzige Favoritin aufs Podest geschafft.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen