Das war die Ski-WM von A(erni) bis Z(uoz)

Die Ski-WM in St. Moritz bot so einige Geschichten. Wir blicken noch einmal zurück.

A wie Aerni. Eine der schönsten, da überraschendsten Geschichten schrieb Luca Aerni. Mit Rang 30 nach der Kombi-Abfahrt brauste der Berner dank einem fabelhaften Slalom zu WM-Gold. Mauro Caviezel machte den Schweizer Freudentag mit Bronze perfekt.

B wie Bernhard: Russi und Matthias Hüppi hatten beim WM-Slalom nach 31 Jahren als Kommentatoren-Duo ihren letzten Einsatz. Wir werden sie vermissen.

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Céline Marti lässt sich im Zielraum feiern

0:48 min, vom 18.2.2017

C wie Céline Marti: Mit Startnummer 98 und 41,37 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit liess sich die für Haiti startende Fahrerin in der Qualifikation im Zielraum vom Publikum feiern. Siehe auch Z.

D wie Deutsch: Eine Sprache, mit der man in St. Moritz nicht überall durchkommt – im Hotel oder beim Einkaufen war man mit Italienisch, Französisch oder Englisch besser dran.

E wie Empire: Der WM-Song von 77 Bombay Street. Die Melodie des Refrains wird uns wohl noch eine Weile verfolgen.

F wie Feuz: Stahl in der Abfahrt am Sonntag allen die Show. Gold an der Heim-WM nach langer Leidensgeschichte – ein schöneres Drehbuch hätte kein Hollywoodautor schreiben können.

G wie Gegenhangkamera. Unser Kameramann Röbi Furrer liebt die Einsamkeit, deshalb ist dieser Arbeitsort für ihn perfekt. Dachte er. Aber seine Aufgabe erregte so viel mediale Aufmerksamkeit, dass er kaum je alleine war.

Gegenhang-Kameramann Röbi Furrer.

Bildlegende: Der einsamste Mann an der Ski-WM Gegenhang-Kameramann Röbi Furrer. SRF/Valeriano Di Domenico

H wie Hirscher. Musste sich nach dem Teamevent einiges anhören. Doch der Österreicher schlug wie ein Champion zurück. Auf Silber in der Kombi (siehe auch A) liess er Gold in Riesenslalom und Slalom folgen. Wir ziehen den Hut.

I wie Insider. Der St. Moritzer Marc Berthod unterhielt uns bestens. Nur für den Weg durchs Dorf muss man mit ihm mehr Zeit einrechnen.

J wie Jetset. Traf sich unter anderem am White Turf – ohne uns. Wir waren in Salastrains beschäftigt.

K wie Kulm Medal Plaza. Wurde von den Schweizer Athleten erfreulich oft besucht, insgesamt sieben Mal.

L wie Lara. Aus der grossen Hoffnungsträgerin wurde die tragische Figur der WM. Nach einem Sturz beim Einfahren für den Kombi-Slalom musste Gut die Saison beenden. Bronze im Super-G ist da kaum Trost.

Am Samstag legte der Nebel sein Veto sein.

Bildlegende: Keine Sicht Am Samstag legte der Nebel sein Veto sein. EQ Images

M wie Malojaschlange: Das berühmt-berüchtigte Nebelband züngelte am ersten WM-Wochenende an der Corviglia herum und führte zur Verschiebung der Männer-Abfahrt.

N wie Nachtleben. Soll legendär sein in St. Moritz. Haben wir aber kaum gesehen, wir waren ja nicht zum Vergnügen hier ;-)

O wie Originalstart: Leider konnte die Abfahrt der Männer auch nach der Verschiebung auf Sonntag nicht vom spektakulären «Freien Fall» gestartet werden. Siehe auch M.

P wie Piste: Gab am Montag bei der Männer-Kombi zu reden. Vielleicht ärgerte sich Marcel Hirscher auch nur über die eine Hundertstel, die ihn die Titelverteidigung gekostet hat. Siehe auch A.

Q wie Quads: Kamen häufig zum Einsatz und brachten die Athleten beim Teamevent schnellstmöglich wieder an den Start.

R wie Roger. Federer reiste am Abfahrts-Supersonntag spontan an und verzückte alle. Er selber fand es «peinlich», dass dies sein erstes Skirennen war.

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Die Schrecksekunde: Fliegerstaffel zerstört Kamera

2:31 min, aus St. Moritz aktuell vom 17.2.2017

S wie Schreckmoment: Einen solchen erlebte die WM, als ein Flugzeug der PC-7-Staffel das Zugseil der Seilbahnkamera touchierte und Teile der Kamera in den Zielraum abstürzten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

T wie Trillerpfeife: Wurde von einigen französischen Betreuern bei jedem ihrer Fahrer überstrapaziert und raubte uns in der zweiten WM-Woche fast den Verstand.

Gratis-Kaffee.

Bildlegende: Lebenselixier der Journalisten Gratis-Kaffee. SRF

U wie umsonst: Gibt es in St. Moritz nichts. Die löbliche Ausnahme: Der Kaffee im Medienzentrum.

V wie Voluntari: Arbeiteten im Hintergrund unermüdlich an allen Fronten – und hatten immer ein Lächeln oder ein nettes Wort parat. Was für eine Freude.

W wie Wendy. Die 23-jährige Holdener avancierte mit Gold in der Kombi und Silber im Slalom zur grossen Schweizer Figur an der Heim-WM.

X wie Xu: Xu Mingfu. Kennen Sie nicht? Wir auch nicht. War im Riesenslalom mit 5,52 Sekunden Rückstand und Rang 77 der beste Chinese.

Y wie Yllefilt: Eine solche (schwedisch für Wolldecke) brauchen Fans an der nächsten WM: 2019 beherbergt Are die besten Skifahrer der Welt.

Z wie Zuoz: Da fanden die Qualifikationsrennen für die technischen Disziplinen statt. Ein Spektakel mit exotischen Skinationen wie Tonga, Südafrika oder Afghanistan.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.2.2017, 09:15 Uhr