Guay verblüfft mit Gold – Schweizer können nicht mithalten

Erik Guay liefert 6 Jahre nach seinem Abfahrts-Gold das nächste Meisterstück ab. Der Kanadier sticht im WM-Super-G von St. Moritz alle aus und steckt teamintern Manuel Osborne-Paradis (3.) an. Carlo Janka wird als bester Schweizer 8.

Das Podest

  • 1. Erik Guay (Ka) 1:25,38
  • 2. Kjetil Jansrud (No) +0,45
  • 3. Manuel Osborne-Paradis (Ka) +0,51

Der Coup der Kanadier zum Ersten

Erik Guay kaufte der Konkurrenz deutlich den Schneid ab. Der Kanadier holte mit einer bestechenden Fahrt auf der «Corviglia» 0,45 Sekunden Vorsprung und mehr heraus – vor allem auf dem unteren Streckenteil schuf er die Differenz.

Der 35-jährige Kanadier stand in dieser Saison erst einmal auf dem Weltcup-Podest – im Dezember in Gröden als Dritter. Sein letzter Sieg liegt fast 3 Jahre zurück. Nun bewies Guay nach seinem Abfahrts-Gold an der WM 2011 in Garmisch einmal mehr, dass er auf den Punkt genau seine Bestform abrufen kann.

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Geburtstagskind Osborne-Paradis: «Wir sind alles Brüder im Team»

1:30 min, vom 8.2.2017

Der Coup der Kanadier zum Zweiten – die Genugtuung eines Schweizers

Die Kanadier hatten in diesem Rennen noch weitaus mehr zu feiern. So preschte mit der Startnummer 26 Manuel Osborne-Paradis auf den 3. Platz vor. Der 33-Jährige war noch nie zuvor bei einem Grossanlass auf dem Podest gestanden. Und er schaffte die Überraschung just an seinem Geburtstag. Mit den beiden Protagonisten freut sich teamintern auch der Schweizer Martin Rufener, der Alpindirektor bei den «Ahornblättern» ist.

Der Kronfavorit Kjetil Jansrud feierte seine 5. Medaille an einem Grossanlass – allerdings «nur» Silber. Der Routinier war als 3-facher Saisonsieger in der Disziplin Super-G gestartet.

Die geschlagenen Schweizer

  • 8. Carlo Janka +0,99
  • 12. Beat Feuz +1,12
  • 20. Mauro Caviezel +1,92
  • 22. Patrick Küng +2,06
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Feuz fand nicht die Ideallinie

1:37 min, vom 8.2.2017

Die 4 Athleten des Swiss-Ski-Teams konnten nicht vom Heimvorteil profitieren und spielten deshalb bei der Entscheidung keine Rolle. Beat Feuz analysierte seine Fahrt trocken «als zu langsam», was dem Emmentaler bloss zu Rang 12 reichte.

Carlo Janka lieferte als 8. das beste Schweizer Ergebnis, das aber freilich weit hinter den Erwartungen liegt. Damit setzte es für die Einheimischen eine ähnliche Schlappe ab wie beim WM-Super-G 2015. In Beaver Creek war Didier Défago auf Platz 7 gefahren.

Das weitere Programm

Nach einem rennfreien Tag werden am Freitag die nächsten Medaillen vergeben. Es findet dann in St. Moritz die Superkombination der Frauen statt. Das komplette WM-Programm sowie die Sendezeiten von SRF gibt es hier.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.02.2017, 11:00 Uhr

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