Hirscher krönt sich zum Abschluss

Der Österreicher Marcel Hirscher gewinnt vor Landsmann Manuel Feller und Felix Neureuther die Slalom-Goldmedaille. Für die Schweizer endet die WM in St. Moritz mit einer Enttäuschung.

Das Podest

  • 1. Marcel Hirscher (Ö)
  • 2. Manuel Feller (Ö) +0,68
  • 3. Felix Neureuther (D) +0,93

Er könne ohne Druck in dieses Rennen starten, gab der frisch gebackene Riesenslalom-Weltmeister Marcel Hirscher vor dem Slalom-Rennen zu Protokoll. Und tatsächlich: Der Österreicher fuhr angriffig aber dennoch rund und legte zwei perfekte Läufe hin. Der 27-Jährige sicherte sich damit seine insgesamt 6. Goldmedaille an einer Weltmeisterschaft.

Am nächsten kam Hirscher sein Landsmann Manuel Feller, der im 2. Lauf zur Aufholjagd ansetzte. Bronze sicherte sich – bei seiner wohl letzten Weltmeisterschaft – der 32-jährige Routinier Felix Neureuther.

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Neureuther: «Ich liebe die Schweiz»

1:34 min, vom 19.2.2017

Bitter für die Schweiz: Aufgrund des Doppelsiegs zogen die Österreicher im WM-Medaillenspiegel noch im letztmöglichen Moment an der Swiss-Ski-Auswahl vorbei.

Der geschlagene Favorit

Slalom-Weltcup-Dominator Henrik Kristoffersen verpatzte den Wettkampf bereits im 1. Lauf. Der Norweger fuhr mit angezogener Handbremse und handelte sich einen Rückstand von 0,65 Sekunden ein. Für den 22-Jährigen, der in 7 Weltcup-Slaloms 5 Saisonsiege gefeiert hat, ist Schlussrang 4 eine herbe Enttäuschung.

Die Schweizer

  • 16. Reto Schmidiger +1,63
  • 19. Luca Aerni +2,24
  • OUT Ramon Zenhäusern (im 2. Lauf)
  • OUT Daniel Yule (im 2. Lauf)
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Einfädler: Hier platzen die WM-Träume von Zenhäusern

0:35 min, vom 19.2.2017

Aufgrund der knappen Zeitabstände durften sich Ramon Zenhäusern (9., +0,68) und Daniel Yule (11., +0,90) nach dem 1. Durchgang durchaus noch berechtigte Hoffnungen auf ein Spitzenresultat machen. Für beide Fahrer endete die WM aber nach Fahrfehlern mit einem Out.

Für Kombinations-Weltmeister Luca Aerni war das Rennen ein Kampf. Nach Zwischenrang 26 vermochte sich der 23-Jährige immerhin noch auf Platz 19 zu steigern. So wurde unverhofft Reto Schmidiger zum besten Schweizer, der aber ebenfalls nicht mit den Besten mithalten konnte.

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Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.02.2017, 9:15 Uhr