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St. Moritz 2017 Knapp an Katastrophe vorbei: Fliegerstaffel zerstört Kamera

Vor dem 2. Riesenslalom-Lauf an der WM in St. Moritz ist die Seilbahnkamera abgestürzt. Beim Betrachten der Bilder wird klar, wie viel Glück alle Beteiligten hatten.

  • Ein Flugzeug der PC-7-Staffel hat zwischen dem 1. und 2. Lauf das Zugseil der Seilbahnkamera touchiert.
  • Es wurde beim Zwischenfall niemand verletzt; der Sachschaden beläuft sich auf rund 250'000 Euro.
  • Die Armee und die Polizei haben Ermittlungen eingeleitet; die weiteren Shows an der WM wurden abgesagt

Gut eine Stunde vor dem planmässigen Beginn des 2. Riesenslalom-Laufs schrammten die Organisatoren der WM in St. Moritz an einer Katastrophe vorbei: Bei einer Flugshow der sogenannten PC-7-Fliegerstaffel der Schweizer Armee touchierte eines der Flugzeuge das Zugseil der Seilbahnkamera.

In der Folge riss das Zugseil und fiel mit samt der SRG-Kamera in den Zielraum ab (siehe Video oben). Glücklicherweise wurde bei diesem Zwischenfall niemand verletzt.

Die PC-7-Fliegerstaffel auf dem Flugplatz Samedan.
Legende: Die PC-7-Fliegerstaffel auf dem Flugplatz Samedan. SRF

In der Folge wurde aus Sicherheitsgründen der Betrieb der Sesselbahn Salastrains kurzfristig unterbrochen. Das beeinträchtigte auch das Programm der Fahrer, wie FIS-Renndirektor Markus Waldner erklärte. «Viele Top-30-Läufer steckten im Lift fest und konnten nicht pünktlich besichtigen», so Waldner. Deshalb musste der Beginn des 2. Durchgangs um eine halbe Stunde auf 13:30 Uhr nach hinten verschoben werden.

Untersuchungen eingeleitet

An einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz teilte ein Sprecher der Kantonspolizei Graubünden mit, dass das Flugzeug normal in Samedan landen konnte. OK-Direktor Franco Giovanoli zeigte sich an einer zweiten Medienkonferenz am späteren Nachmittag erleichtert: «Von Seiten der Veranstalter sind wir sehr dankbar, dass niemand verletzt wurde.»

Beim Zwischenfall entstand ein Sachschaden in der Höhe von rund 250'000 Euro. Die Armee und die Polizei haben Ermittlungen zum Vorfall eingeleitet. Angaben zur Höhe der Seilbahnkamera sind Gegenstand der Untersuchungen und werden nicht kommuniziert. Die Luftwaffe sagte alle weiteren an der Ski-WM vorgesehenen Vorführungen ab.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.02.2017, 09:15 Uhr.

50 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Es ist unverantowrtlich wie die für das Flugprogramm zuständige Stelle einen Sink-Anflug in Richtung Publikum überhaupt genehmigen konnte. Das ist bei jeder normalen Flugschau ein absolutes Tabu ! Es muss nicht immer ein Seil die Ursache für einen Absturz sein .. Für die viel gelobte CH-Sicherheitspolitik ein schlechtes Zeugnis.
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  • Kommentar von Walter Haller (wh)
    Diese «Beinahe-Katastrophe» macht deutlich: Ab Boden und in der Luft sind Leute am Werk die ihren Job nicht beherrschen. Der Vorfall müsste zu sofortigen personellen Konsequenzen und zum Abbruch dieser völlig überdrehten Medienveranstaltung führen. Hier wird von offensichtlich überforderten «Verantwortlichen» über nicht kalkulierbare Risiken gestammelt die man relativierend in Kauf nehmen müsste. Alles Alarmzeichen dafür dass die Sache mit den Grossveranstaltungen aus dem Ruder gelaufen ist.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Da haben einige die Grundregeln der Fliegerei schwer verletzt, d.h. die Sicherheitsabstände zum Grund nicht eingehalten. Noch einmal Glück gehabt, das hätte bös ins Auge gehen können.
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