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St. Moritz 2017 Tessa Worley schlicht Weltklasse

Tessa Worley hat in St. Moritz das 2. WM-Riesenslalom-Gold nach 2013 erobert. Mélanie Meillard gab als 13. ein Versprechen ab, Simone Wild fiel am Nachmittag vom 5. auf den 14. Platz zurück.

Das Podest

  • 1. Tessa Worley (Fr) 2:05,55
  • 2. Mikaela Shiffrin (USA) + 0,34
  • 3. Sofia Goggia (It) + 0,74

Tessa Worley liess vom ersten Meter an keine Fragen über ihren 2. Titelgewinn im WM-Riesenslalom nach 2013 aufkommen. Die 27-Jährige realisierte als Nummer 1 mit einer angriffigen Fahrt deutliche Bestzeit im 1. Lauf.

Ihren Vorsprung von 0,48 Sekunden verteidigte sie bei der Reprise souverän, obwohl sie im oberen Teil noch einen Schreckmoment (kurzer Verdreher) zu überstehen hatte. Somit kam die nur 1,57 Meter kleine Athletin bei Titelkämpfen erneut ganz gross heraus – und als hoch gehandelte Favoritin bewies die Französin Nerven aus Stahl.

Die Erlösung für Italien

Hinter Mikaela Shiffrin, die dann im Slalom zur grossen Show ansetzen möchte, holte Sofia Goggia Bronze. Die 24-Jährige aus Bergamo brachte damit Italien im 8. Rennen auf den Medaillenspiegel. Goggia selbst war es im Engadin bislang nicht nach Wunsch gelaufen, nachdem sie mit 9 Podestplätzen die Aufsteigerin dieses Winters war. Federica Brignone (4.), Manuela Mölgg (6.) und Marta Bassino (11.) sorgten für ein glänzendes Teamergebnis.

Legende: Video Meillard und Wild fahren in die Top 15 abspielen. Laufzeit 02:48 Minuten.
Aus St. Moritz aktuell vom 16.02.2017.

Die Schweizerinnen

  • 13. Mélanie Meillard + 2,22
  • 14. Simone Wild + 2,35
  • 28. Camille Rast + 4,55
  • Out im 1. Lauf: Jasmina Suter

Aus der jungen Equipe mit 4 WM-Debütantinnen spielte Mélanie Meillard primär in Durchgang 2 ihre Unbeschwertheit voll aus. Die 18-Jährige hielt lange die Laufbestzeit und verbesserte sich um 8 Positionen auf den 13. Schlussrang. Im Weltcup hatte sich die Neuenburgerin im «Riesen» bislang erst einmal weiter vorne klassiert (10. in Sestriere).

Sie wollte nochmals eine Schippe drauflegen. Doch dann erwischte sie eine zu direkte Linie.
Autor: Hans Flatscher

Der Frust des Tages

Simone Wild musste sich in der Endabrechnung um 13 Hundertstel hinter ihrer Teamkollegin einreihen. Am Morgen noch hatte die 23-Jährige ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre WM-Feuertaufe setzen können. Die Zürcherin vom SC Flumserberg durfte als 5. des Zwischenklassements mit einer Sensation liebäugeln – lag sie doch nur 4 Zehntel hinter den Medaillenrängen. Doch im 2. fehlerhaften Lauf wurde die B-Kaderathletin dann nach hinten gespült.

«Sie wollte nochmals eine Schippe drauflegen. Doch dann erwischte sie eine zu direkte Linie», analysierte Cheftrainer Hans Flatscher. Er führte dies auf die Unerfahrenheit seines Schützlings zurück.

Der Schlussspurt im Programm

Es verbleiben 3 Entscheidungen an dieser WM in St. Moritz:

  • Freitag: Riesenslalom Männer
  • Samstag: Slalom Frauen
  • Sonntag: Slalom Männer

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.02.2017 09:15 / 12:30 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Ein kleines Mädel ganz gross & WM. Unser junges Team (Durchschnittsalter 20) hat sich gegen die mächtige Konkurrenz im RS hervorragend geschlagen. Nach dem 1. Lauf von Simone Wild, durften wir sogar kurz von einer weiteren Medaille träumen. Die Zeit war noch nicht reif, aber sie kommt!!!!! Danke für ein tolles Rennen.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Vor der besten Schweizerin lagen Fahrerinnen aus 8 Nationen, nur Kanada schnitt von den klassischen Skinationen schlechter ab. Rast wäre im WC ausgeschieden, Wild und Meillard hätten sich wohl irgendwo zwischen Rang 18-25 klassiert. Man kann den Fahrerinnen keinen Vorwurf machen, von ihren 7 Läufen waren immerhin 2 ganz o.k., aber meine Einschätzung erwies sich als nicht ganz falsch, im RS ist Swiss Ski momentan nicht konkurrenzfähig.
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    1. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      es hat auch nie jemand behauptet wir seien eine RS "grossmacht". unsere einzige podestfahrerin ist leider leider im spital. die jungen haben heute gemacht was drin lag. mehr wäre eine totale überraschung gewesen. nun sind sie dafür eine erfahrung reicher, was irgendwann von vorteil sein könnte.
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    2. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Der Mensch mit den vielen Namen und Orten. Konstruktive Kritik ist erwünscht, nur Kritik leider wenig zielführend. Die Erwartungen des Schweizer Teams sind bereits mehr als erfüllt. Schöne Grüsse.
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    3. Antwort von markus kohler (nonickname)
      @Spring, Szabo. Ihre Repliken zeigen genau das Problem auf. Beim Schweizer Verband darf nie etwas kritisch kommentiert werden. In den letzten 12 Jahren gab es sehr viele Taucher, z.B. in Bormio, Garmisch und Schladming. Wenn die Bilanz diesmal besser aussieht darf man nicht in "Erwartungen erfüllt", also bequem zurücklehnen, verfallen. Es braucht jetzt erst recht harte und konsequente Arbeit. Das scheint diversen Kommentarschreibern nicht ganz klar zu sein.
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    4. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      sehe ich nicht so. an begründeter, konstruktiver kritik gibt es nichts auszusetzen. sowas wäre jederzeit willkommen. aber billig einfach alles permanent schlecht zu reden bringts halt einfach nicht.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Gratulation an Worley, Shiffrin und Goggia für ihre Medaillen. Shiffrin im Schlusssteil wieder super. Meillard überzeugte vor allem im 2. Lauf mit sehr guter Zeit. Ihr gelang ein eleganter, schneller Schwung. Wild vergab eine bessere Klassierung nach sehr guter Ausgangslage, Was sie im 1. Lauf perfekt machte, misslang bereits beim Start . Ihre fehlte im Gegensatz zu Meillard die Leichtigkeit. und Spritzigkeit. Beide Schweizerin haben riesiges Potential. Jetzt fehlt noch die mentale Stabilität.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Meillard hat im 2. Lauf ca. 0.2 s,, Wild 1.2 s und Rast 1.1 s im Vergleich zur Goldgewinnerin Worley eingebüßt, was besonders bei Meillard und der unerfahrenen Rast mehr als erfreulich ist. Bravo!.
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